Nach Kollision im Hamburger Hafen : Reparaturen an der „Jade“ verzögern sich

Ein Schiff der Wasserschutzpolizei sichert die „Jade“.
Ein Schiff der Wasserschutzpolizei sichert die „Jade“.

Die Attraktion bleibt Schaulustigen vorerst erhalten: Nach der Kollision mit einem Seeschiff konnte die am Elbstrand festgelegte „Jade“ nicht wie geplant geborgen werden.

shz.de von
07. März 2014, 17:41 Uhr

Hamburg | Schaulustige wird es freuen, den Reeder weniger: Die am Elbstrand festliegende „Jade“ wird noch mindestens bis Samstagabend dort liegenblieben. Wie die Polizei am Freitagabend mitteilte, wurde das Schiff durch die Flut in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein kleines Stück bewegt. Dadurch taten sich Risse am bereits verschlossenen Leck auf. Der Riss sollte mit einer massiven Stahlplatte verschlossen werden. Voraussichtlich am Samstagabend soll der Binnenschiffer in eine Harburger Werft geschleppt werden.

Das Seeschiff „Wilson Fedje“ war am Mittwochmorgen bei dichtem Nebel mit dem deutschen Binnenschiffer „Jade“ kollidiert. Dabei entstand ein großer Riss, so dass die Gefahr bestand, dass das Schiff sinken könnte. Der Schiffsführer (65) steuerte seinen Frachter daraufhin an das Nordufer der Elbe und setzte ihn auf den Strand.

Das Schiff hat sich inzwischen zu einer Attraktion für Schaulustige entwickelt. Viele lassen sich vor der im Sand liegenden „Jade“ fotografieren.

Am Donnerstag war ein Strafverfahren gegen den Lotsen (49) und den Kapitän (41) der „Wilson Fedje“ eingeleitet worden. Wie die Wasserschutzpolizei am Donnerstag angab, ist der Unfall wahrscheinlich auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nach ersten Ermittlungen deutete vieles darauf hin, dass die „Wilson Fedje“ zu weit im nördlichen Fahrwasser gefahren ist. Ermittelt werde nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs.

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