Hamburg : Reeperbahn-Festival dementiert: Frei.Wild gehört nicht zum Lineup

„Frei.Wild“: Der Band aus Südtirol wird eine Nähe zur rechten Szene vorgeworfen.
„Frei.Wild“: Der Band aus Südtirol wird eine Nähe zur rechten Szene vorgeworfen.

Per Gegendarstellung stellen die Organisatoren klar: Das Konzert von Frei.Wild gehört nicht zum Programm.

shz.de von
10. August 2015, 15:01 Uhr

Das Reeperbahn-Festival (23. bis 26. September) findet erst in über einem Monat in Hamburg statt, doch schon jetzt gibt es Ärger. Die umstrittene Band Frei.Wild kündigt an, Teil des Festivals zu sein. Die Veranstalter veröffentlichen eine Gegendarstellung: „Laut einer heute von der Band Frei.Wild lancierten Meldung auf ihrer Homepage erweckt die Südtiroler Band den Eindruck, auf dem Reeperbahn Festival 2015 zu spielen. Davon distanzieren wir uns entschieden!“

<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">++ ACHTUNG ++ ACHTUNG ++ ACHTUNG ++&#10;GEGENDARSTELLUNG – Frei.Wild spielen nicht auf dem Reeperbahn Festival!!... <a href="http://t.co/nkU3YO73hi">http://t.co/nkU3YO73hi</a></p>&mdash; Reeperbahn Festival (@Reeperbahn_Fest) <a href="https://twitter.com/Reeperbahn_Fest/status/630702715744710660">10. August 2015</a></blockquote>

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Kritiker von Frei.Wild“ werfen der Band aus Südtirol eine Nähe zu rechtsradikalem Gedankengut vor. Am 29. August spielt die Band beim Baltic Open Air in Schleswig. Auch um dieses Konzert gab es im Vorfeld Streit. Die Fangemeinde freut sich, andere Musiker gehen auf Distanz.

Zu keiner Zeit hätten man als Veranstalter der Band ein Forum oder eine Bühne geboten, heißt es von den Organisatoren des Reeperbahn Festivals. Auch ist die benannte Location „Platzhirsch“ sei nicht Teil des Festivals. Weil „Frei.Wild“ bislang nicht auf die Veranstalter reagiert hat, seien nun rechtliche Schritte eingeleitet worden. Das Reeperbahn Festival bleibe, wie man es auch vom Stadtteil St. Pauli kennt, bunt und offen für alle - und biete weder rassistischem, faschistischem, nationalistischem, gewaltverherrlichendem oder anderem extremen Gedankengut eine Plattform.

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