Bolus-Fall in Hamburg : Reanimation über 112: Mutter rettet das Leben ihrer dreijährigen Tochter

Der Rettungswagen wäre wohl zu spät gekommen, aber Feuerwehr und Mutter machten alles richtig.

shz.de von
25. November 2018, 13:14 Uhr

Hamburg | „Hilfe, mein Kind hatte einen Fieberkrampf. Jetzt atmet es nicht mehr und läuft blau an“ – ein solcher Hilferuf ging Sonnabendmittag über 112 bei der Feuer- und Rettungswache Sasel  in Hamburg ein. Ein dreijähriges Mädchen hatte keine Luft mehr bekommen. Es war eine Verengung der Luftröhre eingetreten, wie sie beim Verschlucken von Gegenständen vorkommt. Das Herz des Kleinkindes hörte unter dem in der Fachsprache „Bolus“ genannten Erstickungszustand zu schlagen.

Der Diensthabende in der Rettungsleitstelle habe die Situation sofort richtig erkannt, berichtet die Feuerwehr. Am Telefon leitete er die Mutter des Mädchens dazu an, ihre Tochter wiederzubeleben. Zeitgleich wurde ein Rettungswagen, ein Notarzt und ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr losgeschickt.

Als die Kräfte eintrafen, fanden sie ein lebendes Mädchen und eine aufgelöste Mutter vor. Durch die Herzdruckmassage habe sich der Bolus (Klumpen) gelöst und das Herz begann wieder zu schlagen. Der Notarzt begleitete das Mädchen ins Krankenhaus, ihr Kreislauf war stabil.

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