zur Navigation springen

Osdorf, Eidelstedt und Rahlstedt : Randale in Hamburger Flüchtlingsheimen: Zwei Männer schwer verletzt

vom

Nach einer Schlägerei mit Alu-Stangen muss ein Flüchtling ins Krankenhaus. Doch das war nicht der einzige Einsatz.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2015 | 11:46 Uhr

Hamburg | Bei einer Auseinandersetzung in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft ist in der Nacht zum Montag ein 18-Jähriger schwer verletzt worden. Etwa 40 bis 50 Personen seien mit Aluminiumstangen aus Bettgestellen aufeinander losgegangen, sagte ein Polizeisprecher.

Ein Sicherheitsmann der Unterkunft im Stadtteil Osdorf sei mit einem Feuerlöscher attackiert worden, aber unverletzt geblieben. Der 18 Jahre alte Flüchtling kam in ein Krankenhaus. Der Hintergrund der Auseinandersetzung war zunächst unklar. Die Polizei war mit neun Streifenwagen im Einsatz.

Zuvor wurde bereits ein 24-Jähriger in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Eidelstedt schwer verletzt. Ein Mann schlug laut Polizei gegen 20.30 Uhr mit einem Teleskop-Schlagstock auf ihn ein. Der Angreifer wurde zunächst festgehalten, dann aber von 15 bis 20 Personen befreit. Er flüchtete daraufhin in unbekannte Richtung. Der angegriffene Mann war nach der Attacke bewusstlos zusammengebrochen und kam in ein Krankenhaus.

Der gesuchte Mann ist laut Polizei namentlich bekannt. Sie schließt nicht aus, dass er aus religiösen Gründen gehandelt hat. Die Staatsschutzabteilung (LKA 7) im Landeskriminalamt führt deshalb die weiteren Ermittlungen.

In der Nacht zum Montag musste die Polizei außerdem zu einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Rahlstedt fahren, weil dort 80 bis 100 Menschen randalierten. Nach der Ankunft von mehr als 20 Streifenwagen habe sich die Lage beruhigt, sagte der Sprecher. Berichte über Sachschäden oder Verletzte lagen ihm zunächst nicht vor.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert