Hamburg : Prozess: Anklage gegen zwölf mutmaßliche Islamisten

Die Angeklagten sind zwischen 24 und 36 Jahren alt. Sie sollen einen verbotenen salafistischen Verein betrieben haben.

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04. Mai 2017, 07:19 Uhr

Vor dem Hamburger Landgericht wird am Donnerstag (9.30 Uhr) ein Prozess gegen zwölf mutmaßliche Unterstützer der Islamisten-Organisation Millatu Ibrahim fortgesetzt. Es wird erwartet, dass die Anklage gegen die Männer im Alter zwischen 24 und 36 Jahren verlesen wird. Beim Prozessauftakt vor anderthalb Wochen hatten die Verteidiger gleich zu Beginn der Verhandlung beantragt, die ihrer Ansicht nach verspätete Benennung einer Ergänzungsschöffin zu überprüfen. Die Kammer hatte daraufhin die Verhandlung vertagt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen die Angeklagten im Verdacht, den 2012 vom Bundesinnenminister verbotenen salafistischen Verein in Hamburg fortgeführt zu haben. Ein 32-Jähriger soll dabei als Rädelsführer aktiv gewesen sein.

Mehrere der Angeklagten hätten auch an Nahkampftrainings teilgenommen, um sich auf gewaltsame Auseinandersetzungen und den Dschihad (Heiligen Krieg) vorzubereiten. Sie sollen außerdem Personen aus dem Umfeld der Gruppe unterstützt haben, wenn sich diese dem Kampf von Islamisten in Syrien anschließen wollten.

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