Prozess in Hamburg : Prostituierte attackiert: 34-Jähriger aus Norderstedt vor Gericht

Der Eingang des Hamburger Landgerichts.
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Der Eingang des Hamburger Landgerichts.

Der Angeklagte soll drei Prostituierte misshandelt haben. Das Landgericht schloss die Öffentlichkeit von dem Prozess aus.

shz.de von
17. August 2015, 11:20 Uhr

Hamburg | Wegen Angriffen auf drei Prostituierte hat am Montag ein Prozess gegen einen 34-Jährigen vor dem Hamburger Landgericht begonnen. Die Anklage lautet auf sexuelle Nötigung, Körperverletzung, Betrug und Raub.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft sprach der Mann erstmals im Januar dieses Jahres eine Frau im Stadtteil St. Georg an und vereinbarte sexuelle Handlungen mit ihr. Anstatt dann zu bezahlen, packte er sie an den Haaren und hielt sie fest, bis sie seinen Transporter ohne Entgelt verließ.

Im April soll er in einem ähnlichen Fall noch brutaler vorgegangen sein. Er habe einer Frau gegen den Kopf geschlagen und sie verletzt. Anschließend habe er sie vergewaltigt. Ende Mai soll er eine weitere junge Frau in seinen Lieferwagen geholt, sie misshandelt und sich an ihr vergangen haben. Zudem soll er ihr 300 Euro geraubt haben.

Nach Verlesung der Anklageschrift schloss die Strafkammer die Öffentlichkeit aus. Zuvor hatte der Angeklagte erklärt, dass er sich zu den Vorwürfen äußern wolle. Er sitzt seit Anfang Juni in Untersuchungshaft. Polizeibeamte hatten ihn an seinem Wohnort in Norderstedt (Kreis Segeberg) festgenommen.

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