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Hamburg : Programm der Elbphilharmonie: Diese Konzerte gibt es 2017

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Der Ticketverkauf für die Hamburger Elbphilharmonie hat am Montag begonnen: Aus der Dauer-Baustelle wird ab Januar 2017 doch noch ein Konzertsaal.

Hamburg | Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Elbphilharmonie hat am Montag der Einzelkartenverkauf für die erste Spielzeit begonnen. Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Emilio Pomárica und Kent Nagano werden mit ihren Ensembles das Konzerthaus einweihen. Im ersten Halbjahr sind unter anderem das Chicago Symphony Orchestra unter Leitung von Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Semyon Bychkov und Ingo Metzmacher in Hamburg zu sehen. Eine Auswahl des Programms im Überblick.

Am 11. und 12. Januar 2017 wird die Elbphilharmonie nach etlichen Querelen und fast zehnjähriger Bauzeit eröffnet. Die Kosten für den Steuerzahler stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro.

Thomas Hengelbrock mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester

Mit der Uraufführung von Wolfgang Rihms „Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn“ soll die Hamburger Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 eröffnet werden. Zum hochkarätigen Sängerensemble gehören Sopran Anja Harteros, Mezzosopran Wiebke Lehmkuhl, Countertenor Philippe Jaroussky, Tenor Jonas Kaufmann und Bassbariton Bryn Terfel. Iveta Apkalna wird Orgel spielen. Thomas Hengelbrock wird das NDR Elbphilharmonie Orchester dirigieren.

„Sie sehen ein Programm von einer Dichte und einer Vielfalt und einer Qualität, wie Sie es wahrscheinlich kaum woanders auf dem Planeten finden werden“, sagte Generalintendant Christoph Lieben-Seutter bei der Vorstellung des Eröffnungsprogramms des Konzerthauses.

Ensemble Resonanz

Im kleinen Saal der neuen Elbphilharmonie wird am 12., 15. und 20. Januar das Ensemble Resonanz unter der Leitung des Dirigenten Emilio Pomárica spielen. Das Ensemble will „ins Unbekannte vorstoßen“ und weiht den kleinen Saal unter anderem mit einem neuen Werk von Georg Friedrich Haas ein.

Kent Nagano mit dem Philharmonische Staatsorchester Hamburg

Am Freitag, den 13. Januar wird im großen Saal Kent Nagano das Philharmonische Staatsorchester Hamburg dirigieren. Zu hören gibt es die Uraufführung von Jörg Widmanns Oratorium für Soli, Chor und Orchester.

Riccardo Muti mit dem Chicago Symphony Orchestra

Insgesamt stehen mehr als 200 Konzerte im ersten Halbjahr auf dem Programm, beim dreiwöchigen Eröffnungsfestival sind unter anderem das Chicago Symphony Orchestra unter Leitung von Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Semyon Bychkov und Ingo Metzmacher zu erleben.

Hintergrund zur Elbphilharmonie

Grundsteinlegung für das spektakuläre Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron war im April 2007. Nach jahrelangen Querelen und Bauverzögerungen stiegen die Kosten um das Zehnfache auf 789 Millionen Euro.

Die Elbphilharmonie soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören. Für die Akustik im Großen Saal mit seinen 2100 Plätzen ist der Japaner Yasuhisa Toyota verantwortlich, der auch schon die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles geplant hat. Die Bühne in der Mitte des Saales wird von aufsteigenden Zuschauerrängen umgeben, die von griechischen Theatern und Fußballstadien inspiriert sind.

Im Juni soll der große Konzertsaal fertiggestellt sein, für den 31. Oktober ist die Schlüsselübergabe geplant. Anfang November wird die öffentliche Plaza des Gebäudes geöffnet. Auf einer Höhe von 37 Metern bietet sie den Besuchern unabhängig vom Konzertbesuch einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Nach dem dreiwöchigen Eröffnungsfestival stehen mehrere Themenfestivals auf dem Programm, darunter „Salam Syria“ „als wichtiges Zeichen, die neuen Mitbürger hier zu begrüßen“. „New York Stories“ widmet sich unter anderem John Adams und unter dem Motto „¡Viva Beethoven!“ führt Stardirigent Gustavo Dudamel an fünf Konzertabenden in Folge sein Orquesta Sinfónica Simón Bolívar durch die neun Beethoven-Sinfonien.

Simon Rattle mit der Berliner Philharmoniker

Am 7. Mai kommen die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Simon Rattle und am 29. Juni die Staatskapelle Berlin unter Leitung von Daniel Barenboim. „Es ist ein Programm, das die Relevanz der klassischen Musik in unserer Gesellschaft nicht nur erhalten, sondern neu definieren will“, sagte Generalintendant Lieben-Seutter.

Das gesamte Programm der Elbphilharmonie für das erste Halbjahr 2017 gibt es im Jahrbuch 2016/2017 der Elbphilharmonie.

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erstellt am 20.Jun.2016 | 14:21 Uhr

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