Alma Hoppe : Post für Olaf Scholz: Hamburger Lustspielhaus will G20-Entschädigung

Jan-Peter Petersen (l) und Nils Loenicker von Alma Hoppe vor dem Lustspielhaus in Hamburg.

Jan-Peter Petersen (l) und Nils Loenicker von Alma Hoppe vor dem Lustspielhaus in Hamburg.

Die Vorstellungen am Gipfelwochenende mussten abgesagt werden. Deshalb fordert das Kabarett-Duo 8550 Euro vom Senat.

shz.de von
27. Juli 2017, 12:05 Uhr

Hamburg | „Frontalschaden“ sollte nicht sein – und dafür soll der Hamburger Senat jetzt zahlen. Das Kabarett-Duo Alma Hoppe hat in einem Schreiben an Bürgermeister Olaf Scholz, das auch an Innensenator Andy Grote und die Kulturbehörde ging, zwei ausgefallene Vorstellungen aus dem aktuellen Programm „Frontalschaden“ in Rechnung gestellt. Schuld war – wie dieser Tage so vieles in der Hansestadt – der G20-Gipfel.  

8550 Euro sollen es sein, wie das Hamburger Abendblatt, dem der Brief vorliegt, berichtet. Aufgrund zahlreicher abgesagter Reservierungen hatten die Vorstellungen am 7. und 8. Juli, den Gipfeltagen, abgesagt werden müssen. Jan-Peter Petersen und Nils Loenicker, die Betreiber des Lustspielhauses, hätten in ihrer Berechnung „mit hanseatischer Zurückhaltung und Understatement“ nur eine Auslastung von 50 Prozent zugrunde gelegt.

Am Wochenende herrsche jedoch meist Hochbetrieb in dem kleinen Theater, weshalb der tatsächliche wirtschaftliche Schaden noch höher sei. Dann kämen auch viele Zuschauer aus dem Umland, die während des Gipfelwochenendes keinen Fuß in die Hansestadt setzen wollten.

Auf seiner Facebookseite kommentiert das Duo augenzwinkernd: „Wir sagen mal so - zum Hafengeburtstag ist uns das noch nie passiert.“

Kulturbehördensprecher Enno Isermann reagierte zunächst verhalten. „Das Schreiben von Alma Hoppes Lustspielhaus haben wir zur Kenntnis genommen und werden uns mit dem Theater in Verbindung setzen, um den Sachverhalt zu klären“, zitiert ihn das Hamburger Abendblatt.

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