Nach Raubversuch in Hamburg : Polizei stellt Schusswaffen und Messer bei zwei Tatverdächtigen sicher

Die Polizei präsentiert die sichergestellten Waffen.

Die Polizei präsentiert die sichergestellten Waffen.

Zwei 18 und 19 Jahre alte Männer sollen einen 16-Jährigen mit einer Waffe bedroht und überfallen haben.

shz.de von
12. September 2018, 12:49 Uhr

Hamburg | Bei zwei Wohnungsdurchsuchungen sind in Hamburg am frühen Freitagmorgen mehrere Schusswaffen sichergestellt worden. Die Polizei teilte mit, dass die Durchsuchungen um 4 Uhr Uhr im Stadtteil Bergstedt im Zusammenhang mit einem Raubdelikt stehen. 

Die beiden Tatverdächtigen sind 18 und 19 Jahre alt. Sie werden verdächtigt, am vergangenen Freitagabend in Volksdorf versucht zu haben, unter Vorhalt einer Schusswaffe einen 16-Jährigen zu überfallen. Der Geschädigte blieb unverletzt.

Ein Zeuge hatte die Tat beobachtet und den Ermittlern Hinweise zur Identität der beiden Täter gegeben. Über die Staatsanwaltschaft Hamburg wurden daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der beiden Tatverdächtigen in Hamburg-Bergstedt erwirkt.

In der Wohnung des 19-Jährigen fanden die Beamten dann unter anderem fünf Lang- und sieben Kurzwaffen. Nach den ersten Erkenntnissen handelt es sich dabei um Softair- und Schreckschusswaffen.

In der elterlichen Wohnung des 18-Jährigen stellten die Ermittler unter anderem eine Schreckschusswaffe, diverse Messer, einen Schlagring, eine Machete, einen Teleskopschlagstock und Munition sicher. Den jungen Mann trafen sie dort allerdings nicht an.

Weil Gefahr im Verzug war, suchten die Beamten die Wohnung der Freundin des 18-Jährigen in Volksdorf auf. Hier trafen sie den Tatverdächtigen an und fanden auch zwei weitere mutmaßliche Softair-Waffen, die ebenfalls sichergestellt wurden.

Da keine Haftgründe vorlagen, blieben die beiden Tatverdächtigen auf freiem Fuß. Eine waffenrechtliche Begutachtung wird nun von den Experten der Kriminaltechnik vorgenommen. Die weiteren Ermittlungen, auch im Hinblick auf mögliche weitere Straftaten der Tatverdächtigen, dauern an.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert