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Zwölf Fälle : Polizei Hamburg warnt vor Trickbetrügern

vom
Aus der Onlineredaktion

Per Telefon und an der Wohnungstür: In Hamburg geben sich Betrüger als Polizisten aus.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2017 | 13:50 Uhr

Hamburg | In den vergangenen Tagen wurden insgesamt zwölf Frauen im Alter von 61 bis 91 Jahren Opfer von Trickbetrugsversuchen. In neun Fällen, die der Polizei Hamburg bekannt sind, gab sich ein Anrufer als Polizeibeamter aus, nannte teilweise den Namen „Thomas Wagner“ oder Bezeichnungen von tatsächlich existenten Polizeidienststellen.

Angeblich habe man bei der Festnahme von Verdächtigen sensible Daten der jeweiligen Angerufenen sowie Listen über Wertgegenstände und deren Lagerorte gefunden. Der Anrufer forderte sein Opfer auf, Auskunft über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu geben, um einen Abgleich mit den Liste durchführen zu können. In einem Fall gab sich der Anrufer auch als „Staatsanwalt Brinkmann“ aus.

Alle Angerufenen bemerkten den Betrugsversuch und beendeten die Telefongespräche, sodass kein Schaden entstand.

Doch die Täter beschränken sich nicht aufs Telefon: In einem Fall erschien ein Mann an der Wohnungstür einer 90-Jährigen am Heegbarg in Hamburg und forderte sie zum Öffnen der Tür auf. Er gab sich als Polizeibeamter aus. Als die 90-Jährige ihm den Zutritt verweigerte, kündigte der Täter an, einen zweiten Polizeibeamten hinzuzuholen. Als die Frau sich nicht einschüchtern und zum Öffnen der Tür bewegen ließ, gab der Mann auf und ging.

Das Dezernat für Trickdiebstahl hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

Vermutlich Deutscher, zwischen 55 und 60 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, schlanke Figur.

In einem anderen Fall ließ eine 73-Jährige den Täter, der sich als Wasserwerker ausgab, in ihre Wohnung in der Luruper Hauptstraße. Während er sich in deren Badezimmer aufhielt, sollte sie in der Küche das Wasser abschalten. Doch die 73-Jährige ließ den Täter nicht aus den Augen. Schließlich verließ der Mann die Wohnung.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:

Vermutlich Deutscher, zwischen 35 und 40 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, schlanke Figur, dunkles Haar.

Die Polizei Hamburg empfiehlt:

- Rufen Sie beim kleinsten Verdacht den Polizeinotruf 110 an. Dort erfahren Sie, ob der Anrufer tatsächlich ein Polizist ist.

- Polizeibeamte geben keine Bankaufträge, fragen nicht nach Bankdaten, wirtschaftlichen Verhältnissen oder Geldverstecken.

- Lassen Sie sich den Polizei-Dienstausweis zeigen und nehmen Sie sich Zeit, diesen sorgfältig zu prüfen.

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