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Hamburger Schulklasse : Polizei ermittelt nach fremdenfeindlicher Attacke in Sachsen

vom

Hamburger Schüler sollen in Bad Schandau von Neonazis verfolgt worden sein. Ein 15-Jähriger wird mit Fausthieben verletzt - womöglich viel schwerer als zunächst bekannt.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 16:42 Uhr

Ein fremdenfeindlicher Angriff auf eine Hamburger Schulklasse in der Sächsischen Schweiz hat laut einem Zeitungsbericht möglicherweise gravierendere Folgen als bisher bekannt. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete am Montag, ein 15 Jahre alter Schüler habe bei der Attacke in der Bad Schandauer Jugendherberge einen Kieferbruch und eine Augenhöhlenbodenfraktur erlitten. Die sächsische Polizei hatte bislang lediglich von leichten Verletzungen gesprochen. Der Schüler hat dem Bericht zufolge einen chinesischen Vater. Der Vorfall ereignete sich bereits am 7. September. Die Angreifer wurden noch nicht gefasst.

„Nach unserer bisherigen Kenntnis erlitt der 15-Jährige leichte Schlagverletzungen und konnte nach ambulanter Behandlung entlassen werden“, sagte eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) zur Extremismusbekämpfung in Leipzig am Montag. Die Zeitung berichtete dagegen, der Junge habe in Hamburg operiert werden müssen, sein gebrochener Kiefer sei mit einer Titanplatte stabilisiert worden. OAZ-Sonderermittler sollen nun in Hamburg und Bad Schandau „umfangreich ermitteln“, wie die Sprecherin sagte. Schüler, Lehrer und Zeugen sollten befragt werden. „Das wird eine Weile dauern“, sagte die Sprecherin.

Das OAZ hat die Ermittlungen aufgenommen, weil bei der Attacke fremdenfeindliche Parolen gegrölt worden sein sollen. Die Hamburger Schüler seien zunächst auf dem Marktplatz an eine Gruppe Angetrunkener geraten. Einige Mitglieder der Gruppe folgten den Schülern bis in die Jugendherberge, wo sie den 15-Jährigen dann mit Fausthieben malträtierten.

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