Hamburg : Politik will Aussichtsplattform auf geplantem Elbtower

Hamburgs neuer Wolkenkratzer: Der Entwurf des Londoner Stararchitekten David Chipperfield zeigt einen glas-betonten, schlanken Turm mit konkaven Fassadenlinien samt fünfgeschossiger Mantelbebauung.
Am östlichen Rand der Hafencity soll mit 235 Metern Höhe das bei weitem höchste nutzbare Gebäude in der Hansestadt entstehen.

Bedenken äußerte der Chef der Hafencity. Den Bauherren zu verpflichten, eine Aussichtsplattform einzurichten, sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll.

shz.de von
17. Mai 2018, 20:01 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Politik macht sich für eine öffentliche Aussichtsplattform auf dem geplanten Elbtower stark. Am östlichen Rand der Hafencity soll mit 235 Metern Höhe das bei weitem höchste nutzbare Gebäude in der Hansestadt entstehen. Da in anderen Städten markante Hochhäuser mit beeindruckenden Ausblicken viele Besucher anzögen, stelle sich die berechtigte Frage, ob dies nicht auch in Hamburg möglich sein müsste, sagte der SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf.

„Der Elbtower muss ein Haus für alle Hamburger werden“, sagte Kienscherfs CDU-Kollege André Trepoll. „Dass der Senat es versäumt hat, das im Rahmen der Vergabe sicherzustellen, ist inakzeptabel.“ Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ über die Entwicklung berichtet.

Bedenken äußerte der Chef der Hafencity Jürgen Bruns-Berentelg. Den Bauherren zu verpflichten, eine Aussichtsplattform einzurichten, sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll, sagte er. Damit könnte das Vorhaben gefährdet werden, „auch wenn eine Aussichtsplattform durchaus wünschenswert wäre“. Er sorge sich etwa darum, dass „sicherheitsintensive“ Mieter wie Banken nicht mehr bereits wären, den notwendigen Mietpreis zu zahlen, wenn die obersten Etagen des Gebäudes öffentlich genutzt werden. Zudem gebe es bereits viele öffentliche Aussichtspunkte in der Stadt, die durch eine mögliche Plattform weitere Konkurrenz bekämen.

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