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Flugausfälle in Hamburg : Pilotenstreik: Bayer-Spieler fahren im Bus zum HSV

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Mehr als hundert abgesagte Flüge am Hamburger Flughafen: Der Pilotenstreik ging am Donnerstag in die zweite Runde. Betroffen waren wieder Tausende. Auch der nächste Gegner des HSV musste seine Reisepläne ändern.

shz.de von
erstellt am 03.04.2014 | 15:00 Uhr

Hamburg | Der Streik der Lufthansa-Piloten hat am Donnerstag in Hamburg wieder Tausende Passagiere getroffen. 110 von 420 Flugverbindungen der Airline sowie ihrer Tochterfirma Germanwings wurden dort gestrichen. Betroffen waren nach Angaben der Hamburg-Airport-Pressestelle rund 11.500 Passagiere. Am Freitag, dem letzten Tag des Streiks, wird in der Hansestadt mit dem Ausfall von 70 Verbindungen gerechnet.

Einen trotz des Streiks weitgehend ruhigen und normalen Flugbetrieb meldete der Hamburger Flughafen am Donnerstag. Es gebe kein Chaos, alles sei überschaubar, viele Passagiere hätten sich offensichtlich schon vorher informiert, hieß es aus der Pressestelle.

Am ersten Streiktag hatte der Ausfall von 112 Flügen rund 10.000 Passagiere betroffen, die daraufhin umbuchen oder auf alternative Verkehrsmittel ausweichen mussten.

Aufgrund der frühen Streikankündigung war es auch am Mittwoch sehr ruhig geblieben. Schon da hatten viele Reisende ihre Flugtickets gegen Gutscheine der Deutschen Bahn umgetauscht. Ein Bahnsprecher in Hamburg berichtete am Donnerstag von einer „leicht erhöhten“ Anzahl an Bahnreisenden. Sonderzüge seien nicht nötig gewesen. Lufthansa und Germanwings haben für Flugausfälle mit der Deutschen Bahn ein Kooperationsabkommen geschlossen.

Die Fußballer von Bayer Leverkusen mussten wegen des Streiks ihre Pläne ebenfalls ändern: Die Mannschaft des Bundesliga-Tabellenvierten fuhr am Donnerstagmittag mit dem Bus zum Spiel beim abstiegsbedrohten Hamburger SV (Freitag, 20.30 Uhr). Trainer Sami Hyypiä sah darin kein großes Problem: „Wir haben genügend Zeit, um uns von der Busreise zu erholen“, sagte der Finne.

Anlass der Arbeitsniederlegung sind die von Lufthansa einseitig gekündigten Übergangsrenten, die den Piloten bislang ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf ermöglichten. Außerdem fordern die Piloten ein Gehaltsplus von zehn Prozent.

Wegen des härtesten Streiks der Unternehmensgeschichte hat Lufthansa bis inklusive Freitag insgesamt rund 3800 Flüge gestrichen.

Der bundesweite Ausstand ist bis Freitagnacht um 23.59 Uhr befristet. Danach soll möglichst schnell wieder der normale Flugbetrieb aufgenommen werden.

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