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Lufthansa : Piloten-Streik am Freitag trifft auch Hamburg

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Der mittlerweile zwölfte Pilotenstreik trifft heute hauptsächlich Passagiere der Lufthansa auf Langstreckenflügen. Doch zum Wochenende legen die Piloten schon wieder bei den Inlandsflügen nach.

shz.de von
erstellt am 19.Mär.2015 | 12:26 Uhr

Hamburg | Der erneute Streik der Lufthansa-Piloten am Freitag trifft auch Hamburg. Insgesamt sind 23 Flugverbindungen von Hamburg nach München und Frankfurt gestrichen worden, wie eine Flughafensprecherin in Hamburg bestätigte. 23 Flüge aus den beiden Städten nach Norden fallen ebenfalls aus.

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bestreikt erneut die Kurz- und Mittelstrecke. Es ist dies der dritte Streiktag in Folge. Am Mittwoch waren 50 Flüge in Hamburg gestrichen worden, die Passagiere hatten größtenteils rechtzeitig umgebucht. Donnerstag war der Hamburger Airport nicht vom Ausstand betroffen. Anlass für die zwölfte Streikwelle ist das erneute Scheitern der Tarifgespräche zwischen Lufthansa und der Gewerkschaft. Der größte Streitpunkt betrifft die Übergangsversorgung bis zur Rente der rund 5400 Piloten.

Den Pilotenstreik bei der Lufthansa bekommen etwa 18.000 Passagiere zu spüren. Am Donnerstag fallen insgesamt 84 Langstreckenflüge von und nach Deutschland aus, wie ein Sprecher der Airline mitteilte. Trotz des Streiks der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sollen 43 Maschinen starten und damit etwa halb so viel wie vorgesehen. „Wir gehen davon aus, dass wir den Flugplan wie angekündigt einhalten können“, sagte der Sprecher am Morgen. Betroffen sind vor allem die beiden Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München.  Betroffene können sich über ihren Flug-Status informieren.

Die erste gestrichene Maschine aus Frankfurt am Main wäre planmäßig gegen 10 Uhr in Richtung der US-amerikanischen Stadt Houston gestartet. Reisende, die aus dem Ausland in die Mainmetropole fliegen wollen, bekommen den Streik bereits seit Mittwochabend zu spüren.

Die Kurz- und Mittelstreckenflüge, die die Piloten am Mittwoch bestreikt hatten, sollen heute weitestgehend nach Plan fliegen, wie der Lufthansa-Sprecher sagte. Doch für Freitag hat Cockpit weitere Streiks auf diesen kürzeren Strecken angekündigt. Flüge der Lufthansa-Töchter Germanwings und Eurowings seien nicht betroffen.

Ein Sprecher der Vereinigung Cockpit sagte: „Wir wünschten tatsächlich, es wäre endlich mal fertig mit dem Streik. Allerdings scheint sich die Lufthansa in ihren Tarifgesprächen überhaupt nicht zu bewegen.“

Am Mittwoch waren rund 750 Verbindungen ausgefallen. Die Kunden mussten umgebucht werden oder konnten ihre Reisen erst gar nicht antreten. Viele hatten sich rechtzeitig informiert. An den Flughäfen hieß es, es sei alles ruhig verlaufen.

„Über den Wolken mag die Freiheit grenzenlos sein. Auf dem Boden benötigen wir jedoch Grenzen, um solchen Streikorgien zu bändigen“, betonte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, am Morgen laut einer Mitteilung.

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