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Hamburger Flughafen : Petition für ein ausgeweitetes Nachtflugverbot geht in die nächste Runde

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Die Anwohner wollen mehr Nachtruhe - der Flughafen setzt auf Wirtschaftlichkeit. Eine Petition hebt das Nachtflugverbot auf die politische Agenda.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 12:40 Uhr

Hamburg | Die Volkspetition des Naturschutzbundes BUND für ein ausgeweitetes Nachtflugverbot am Hamburger Flughafen ist in einem ersten Schritt erfolgreich. Wie das zuständige Bezirksamt Altona mitteilte, sind 12.697 der 14.435 eingereichten Unterschriften gültig. Damit ist die erste Hürde genommen. Die Bürgerschaft wird sich nun mit dem Thema befassen müssen. Damit steigt der Druck auf Senat und Flughafen beim Thema Fluglärm.

Am 19. September hatte der Umweltverband BUND der Bürgerschaft die Unterschriften für ein absolutes Nachtflugverbot ab 22 Uhr überreicht. Der BUND fordert eine drastische Einschränkung der Betriebszeiten am Helmut-Schmidt-Airport, wo bislang zwischen 6 und 23 Uhr regulär geflogen werden darf. Bis 24 Uhr gilt zudem eine Verspätungsregelung, die Starts und Landungen in aller Regel auch dann zulässt. Die Lärmgegner wollen die Flugzeiten auf 6 bis 22 Uhr begrenzen, an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr. Für verspätete Jets nach 22 Uhr soll es so gut wie keine Ausnahmen mehr geben.

 

Der Flughafen lehnt jede Veränderung der Betriebszeiten ebenso ab wie der rot-grüne Senat. Sowohl die SPD als auch die Grünen sind zwar mit der „Verspätungssituation absolut unzufrieden“, sie sperren sich aber gegen ein ausgeweitetes Nachtflugverbot. Stattdessen wollen sie dafür sorgen, dass die bestehenden Regeln eingehalten werden.

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