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Hafengeburtstag, ESC und HSV : Party-Wochenende in Hamburg

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In Hamburg ist ab Freitag viel los: Zum 825. Hafengeburtstag werden Millionen Besucher erwartet. Aber auch die ESC-Party und der Abstiegskrimi des HSV in der Fußball-Bundesliga werden für Stimmung sorgen.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 15:44 Uhr

Hamburg | Hamburg steht vor einem großen Party-Wochenende: Allein zum 825. Hafengeburtstag erwartet die Hansestadt von Freitag bis Sonntag eine Million Besucher. Dazu kommt am Samstagabend die Party zum Eurovision Song Contest (ESC) auf St. Pauli, und auf dem Platz vor dem HSV-Stadion im Volkspark feiern ab Samstag um 12 Uhr Tausende das farbenfrohe Holi-Festival. Stichwort HSV: Etliche Fans werden zu Hause oder in Kneipen das letzte Bundesliga-Saisonspiel in Mainz verfolgen – und könnten je nach Ergebnis – Abstieg oder Relegation – die Korken knallen oder auf der Straße ihren Frust heraus lassen.

Auf dem Hafengeburtstag will sich Hamburg als weltoffene und tolerante Stadt präsentieren. Mit dem „Harbour Pride“ haben die Veranstalter westlich der Fischauktionshalle ein Areal für die schwul-lesbische Zielgruppe geschaffen. Rund um eine große Showbühne gibt es ein „Gay Village“ mit Unterhaltung, Gastronomie und Informationen. Das Bühnenprogramm wird mit Künstlern der schwul-lesbischen Szene gestaltet – dazu gehören Szene-Musiker und -DJs, aber auch Travestie-Künstler. Am Samstag wird auch hier der ESC live übertragen.

Nur einen Tag später, am Sonntag, wird die deutsche ESC-Hoffung „Elaiza“ dann auch für einen Kurzauftritt auf dem Hafengeburtstag auftreten. Direkt aus Kopenhagen kommen die drei Mädels für N-JOY auf die Bühne an die Landungsbrücken. Außerdem mit dabei: die Berliner Band Silly und der englische Shootingstar Tom Odell, sowie die Hamburger Newcomer von Tonbandgerät.

Insgesamt treten an allen drei Tagen auf mehr als 15 Bühnen und Aktionsflächen internationale Stars und Newcomer auf. Allein 53 Bands präsentieren sich auf dem Hafenrock-Gelände in der St. Pauli Hafenstraße. Abgerundet wird das Programm durch den Live-Auftritt der Big Band der Bundeswehr am Samstagabend. Erstmals wird es eine Wasserbühne geben: Von den Marco-Polo-Terrassen aus kann der Act auf dem im Grasbrookhafen frei schwimmenden Ponton beobachtet werden. Wenige Meter weiter auf der Bühne des Buenos-Aires-Argentinien-Festivals auf der Kehrwiederspitze dreht sich alles um den argentinischen Nationaltanz Tango. Buenos Aires ist in diesem Jahr der internationale Partner des Hafengeburtstags. Argentiniens Hauptstadt wartet an der Kehrwiederspitze mit einem eigenen Festival auf.

Eröffnet wird der Hafengeburtstag am Freitag um 14 Uhr mit dem internationalen ökumenischen Gottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis. Hauptpastor Alexander Röder und Moderator Yared Dibaba beleuchten auf Hoch- und Plattdeutsch das Thema „Dat is min Heimat, hier bin ik tu hus“.

Kern der dreitägigen Party zwischen Övelgönne und HafenCity ist wieder das Programm auf dem Wasser mit der Einlaufparade am Freitag um 16 Uhr und der Auslaufparade am Sonntag um 17 Uhr, sowie dem Schlepperballett am Samstag ab 17 Uhr, bei dem Hafenschlepper zu musikalischer Untermalung vor den Landungsbrücken ihre Pirouetten drehen, und das große Feuerwerk ab 22.30 Uhr.

Dazwischen liegen mehr als 200 Programmpunkte aus Kunst, Kultur, kostenloser Live-Musik, Mitmachaktionen und kulinarischer Vielfalt. Rund 500 Schausteller präsentieren sich auf der „bunten Hafenmeile“ vom Baumwall bis zu den Landungsbrücken, in maritimen Themenwelten wie dem Fischer- und dem Hansedorf sowie auf einem Dutzend Veranstaltungsbühnen.

Highlight sind die Groß- und Traditionssegler, Kreuzfahrtschiffe, Marineeinheiten, Einsatzfahrzeuge von Behörden und Institutionen sowie Sportboote. Mit dabei: das polnische Segelschulschiff „Dar Mlodziezy“, Deutschlands jüngster Großsegler „Alexander von Humboldt II“ und der Drei-Mast-Topsegelschoner „Gulden Leeuw“ aus den Niederlanden, drei Aida-Schiffe, die „Queen Elizabeth“, die „MSC Magnifica“ und die „MS Deutschland“. „Viele Schiffe, die an den Landungsbrücken und der Überseebrücke liegen, können auch wieder besichtigt werden“, so Hafenkapitän Jörg Pollmann. Im vergangenen Jahr nahmen rund 70.000 Menschen das Angebot wahr und kamen an Bord.

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch betonte den sicherheitsrelevanten Hintergrund, der alle Beteiligten in diesem Jahr besonders beschäftigt hat. Es gebe „erweiterte Konzepte“, sagte er. Horch lobte den Hafengeburtstag als Imagefaktor für Hamburg, auf den alle Beteiligten schon lange bauen. „Die großen Schiffe und das große Feuerwerk, das sind die Bilder, die um die Welt gehen.“

Jetzt müssen die Veranstalter nur noch auf Gnade von Petrus hoffen, denn rosig sind die Wetteraussichen nicht: Bei Temperaturen bis zu 16 Grad soll es laut Deutschem Wetterdienst immer wieder Schauer geben.

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