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Drehbeginn von „Jennifer“ : Olli Dittrich - die schönsten Momente mit dem Hamburger Kult-Star

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Aus der Onlineredaktion

Olli Dittrich dreht wieder. Der Dreiteiler „Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres“ kommt Ende des Jahres ins TV. Ein neues Dittrich-Highlight?

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erstellt am 10.Jun.2015 | 17:11 Uhr

Hamburg | Olli Dittrich ist, wie soll man das sagen? - Deutschlands profiliertester Komiker. Klingt komisch. Höchst geadelter ist er in jedem Fall, seitdem Loriot sich im Vorwort von Dittrichs Autobiografie als dessen Fan outete. Dittrich wurde vor 58 Jahren (man glaubt das nicht, wenn man ihn sieht) im hessischen Offenbach bei Frankfurt geboren. Heute läuft er zumeist unter „Hamburger Original“, obwohl die Hamburger schon einmal gehörig mit ihm fremdelten. Und das ausgerechnet bei seinem größten Erfolg.

Am heutigen Mittwoch starten in Hamburg die Dreharbeiten für ein neues Projekt mit Olli Dittrich:  „Jennifer - Sehnsucht nach was Besseres“ soll Ende des Jahres ins Fernsehen kommen. Die Autoren sind bekannt von der Radio-Comedy „Frühstück bei Stefanie“, sie legen Wert darauf, dass sich ihre neue Figur Jennifer vorne mit einem weichen J spricht.

Dittrichs Existenz wurde einem breiteren Publikum in den 90er Jahren bewusst, als er bei „RTL Samstag Nacht“ Fernsehgeschichte schrieb, etwa mit „Zwei Stühle - eine Meinung“.

Wigald Boning, der später auch als Extremsportler auf sich aufmerksam machte, und Dittrich bildeten in den 90ern eine Art komödiantische Schicksalsgemeinschaft. Sie stellten sich nicht nur gemeinsam vor TV-Kameras, sondern auch vor Gesangsmikrofone. Der Fußballfan Dittrich und der Ultramarathonläufer Boning, da wäre „Die Sportler“ vielleicht logisch gewesen. Doch sie nannten sich „Die Doofen” und sangen „Mief“

Schon deutlich früher als allgemein bekannt entwickelte Dittrich die Figur des badebemantelten Imbissbesuchers „Dittsche“, der durch Sprüche wie „Wie heißt das Zauberwort?“ - „Bier!“ zumindest nördlich der Elbe geflügelte Worte schuf. Dieses Video zeigt Dittrich bereits 1993 und 1994 als Dittsche im Hamburger „Quatsch Comedy Club“.

Und hier Dittsche, wie wir ihn kennen und lieben. Kurios: Der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg bekam „Dittsche“ angeboten, lehnte aber ab. Seitdem wird die Serie in Hamburg vom in Köln ansässigen WDR produziert, live aus der „Eppendorfer Grillstation“, die gar nicht im feinen Hamburger Stadtteil Eppendorf liegt, sondern am Eppendorfer Weg im Stadttteil Hoheluft-West, der nicht ganz so fein ist. (Der Autor dieser Zeilen wohnte übrigens viele Jahre um die Ecke und kann sich für die Qualität der Brathähnchen persönlich verbürgen).

Dittrich bemühte sich trotz oder gerade wegen Dittsche stets, nicht auf eine Rolle festgelegt zu werden. Mit Anke Engelke zeigt er in der Impro-Comedy „Blind Date“, wie wandlungsfähig er ist - Grimme-Preis inklusive.

Und immer wieder Beckenbauer, Franz Beckenbauer, seine zweite Paraderolle neben Dittsche. Hier mit Harald Schmidt in „Was tun, Herr Beckenbauer?“

Und dann - gerade erst ausgestrahlt - die Kunstfigur Schorsch Aigner, der Mann, der angeblich Beckenbauer über viele Jahre doubelte, nicht nur beim Autogrammgeben, sondern auch in dessen schlechten Spielen. Genial.

Zur Gesamtfigur Olli Dittrich gehört natürlich auch der Musiker. Mit seinen Soloprojekten eher erfolgsarm, mit den „Doofen“ ein Hit und mit „Texas Lightning“ als Schlagzeuger ESC-Teilnehmer.  (im Video ab 4:25)

 

Olli Dittrich als Schlagzeuger von „Texas Lightning“
Olli Dittrich als Schlagzeuger von „Texas Lightning“ Foto: Kerstin Lorbetzki CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
 

 

 

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