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Hamburg : Olaf Scholz: Gleichmäßige Verteilung von Flüchtlingen kaum möglich

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Der Hamburger Bürgermeister rechnet damit, dass die Plätze für neue Flüchtlinge nicht ausreichen.

Hamburg | Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hält die Idee eines festen Schlüssels zur gleichmäßigen Verteilung von Flüchtlingen auf alle Stadtteile für nicht schlecht, aber kaum umsetzbar. „Wenn ich nach diesem Schlüssel in einem Stadtteil Flüchtlinge unterbringen soll, dort aber weder ein Grundstück frei noch zu verkaufen noch neu zu entwickeln ist, kann ich dort auch nichts machen“, sagte Scholz dem „Hamburger Abendblatt“.

Hamburg ringt um Lösungen in der Unterbringung von Flüchtlingen. Mehrere Bürgerinitiativen fordern deswegen einen Volksentscheid. Ihr Hauptkritikpunkt: die ungerechte Verteilung auf die einzelnen Stadtteile.

Die Stadt müsse sich auf das Machbare konzentrieren. Bislang galt im rot-grünen Senat die Losung, dass jeder der 104 Stadtteile Flüchtlinge aufnehmen müsse.

Nach Einschätzung des Bürgermeisters werden in diesem Jahr noch mehr Schutzsuchende nach Hamburg kommen als 2015. „1,5 bis 1,6 Millionen, das sind unsere Schätzungen. Aber einige Länder schätzen auch, dass es in Richtung zwei Millionen geht.“

Für Hamburg hieße das, dass die bislang geplanten 40.000 Plätze nicht ausreichten. „Wir haben die Sorge, dass wir, wenn es bei den vermuteten Zahlen bleibt, in Hamburg am Ende des Jahres 10.000 bis 20.000 Plätze zu wenig haben werden.“

Der Hamburger Flüchtlingskoordinator Anselm Sprandel hält eine gleichmäßige Verteilung auf alle Stadtteile für nicht machbar.

Ende Januar wurde bekannt, dass in der Hamburger Hafencity eine Flüchtlingsunterkunft mit 720 Plätzen entstehen soll. Zuletzt stellte Schleswig-Holstein in Aussicht, 1000 Flüchtlinge aus der Hansestadt in Bad Segeberg unterzubringen.

 

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erstellt am 12.Feb.2016 | 10:13 Uhr

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