Meeresumwelt-Symposium : Offshore-Windräder können für Vögel zur tödlichen Falle werden

Windkrafträder in einem Offshore-Windpark. /Archiv
Windkrafträder in einem Offshore-Windpark. /Archiv

Der Nabu warnt vor den Gefahren für Seevögel. Bis zu zehntausend Tiere verenden jährlich in den Rotoren.

shz.de von
12. Juni 2018, 07:13 Uhr

Hamburg/Kiel | Auf der Nord- und Ostsee drehen sich 1200 Windräder – für Seevögel hat das nach Angaben des Nabu oft verheerende Folgen. Die steigende Anzahl der Offshore-Windparks gehe teils mit erheblichen Lebensraumverlusten und auch zahlreichen toten Vögeln nach Kollisionen mit Windrädern einher, sagt Meeresschutzexperte Kim Detloff vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Vor allem bei schlechter Sicht bestehe die Gefahr, dass die übers Meer ziehenden Vögel in die Rotoren gerieten, erklärt Ommo Hüppop von der Vogelwarte Helgoland. Hüppop geht nordseeweit von zehntausenden toten Tieren pro Jahr aus. Der Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie sind dagegen keine Zahlen bekannt. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Das Problemfeld „Offshore-Windenergie und Seevögel“ ist eines der fünf Themen, die Experten am Dienstag und Mittwoch auf dem 28. Meeresumwelt-Symposium in Hamburg diskutieren. Auf der Veranstaltung sprechen 400 Gäste über aktuelle Themen der Meeresnutzung und des Meeresschutzes. Bei der diesjährigen Auflage des Symposiums geht es auch um neue Entwicklungen in der Aquakultur.

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