Grosse Gegenkundgebung : NPD-Demo in Hamburg: 35 Nazis, 800 Gegner

Gegendemonstranten halten in Hamburg vor der Polizeiabsperrung für eine NPD Kundgebung ein Transparent der Jusos mit der Aufschrift „Hamburg gegen Nazis“.
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Gegendemonstranten halten in Hamburg vor der Polizeiabsperrung für eine NPD Kundgebung ein Transparent der Jusos mit der Aufschrift „Hamburg gegen Nazis“.

Linke und Rechte gehen am Samstag nur wenige Meter voneinander entfernt auf die Straße. Die Polizei rät, den ÖPNV zu benutzen.

shz.de von
07. Februar 2015, 17:04 Uhr

Hamburg | Rund 800 Menschen haben am Sonnabend in Hamburg gegen eine Kundgebung der NPD protestiert. Mit einem Großaufgebot begleitete die Polizei die beiden Demonstrationen in der Innenstadt.

Etwa 1100 Beamte waren im Einsatz, wie Polizeisprecher Andreas Schöpflin berichtete, auch Wasserwerfer standen bereit. Zu der NPD-Kundgebung mit dem martialischen Motto „Deutschland ist kein Einwanderungsland - Multikulti: Tod sicher!“ auf dem Gänsemarkt kamen seinen Angaben zufolge 35 Teilnehmer. Unter den 800 Gegendemonstranten auf dem benachbarten Jungfernstieg seien 300 dem linksextremen Bereich zuzuordnen gewesen.

„Beide Demonstrationen verliefen friedlich“, sagte Schöpflin. Zu kurzzeitigen Störungen sei es zum Ende hin gekommen, als einige Demonstranten versucht hätten, die Abfahrt von zwei NPD-Lautsprecherwagen zu verhindern. Insgesamt sechs Personen wurden nach Polizeiangaben vorläufig festgenommen, unter anderem wegen des Flaschenwurfs auf einen Beamten.

Mehrere zentrale Straßen an der Binnenalster waren infolge der Polit-Aufmärsche gesperrt. Der dringende Rat der Polizei: „Besucher der Innenstadt sollten unbedingt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.“

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