zur Navigation springen

Traditions-Radrennen : Noch kein Titelsponsor: Hamburg droht Verlust der Cyclassics

vom

Vattenfall ist seit 2015 kein Titelsponsor mehr - und ein neuer ist nicht in Sicht. Zwei Unternehmen haben Interesse einzusteigen, aber nicht in Hamburg.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2016 | 13:05 Uhr

Hamburg | Hamburg könnte die Cyclassics verlieren. Sollte sich für Deutschlands einzige WorldTour-Veranstaltung zeitnah kein neuer Titelsponsor finden, könnte das Radrennen am 21. August 2016 das letzte in der Hansestadt sein. „Die Zukunft der Cyclassics in Hamburg steht auf dem Prüfstand“, sagte Reinald Achilles vom Veranstalter Ironman am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet. Achilles ergänzte: „Wir hoffen, bis zum Herbst einen neuen Titelsponsor zu finden, aber wir müssen auch einen Plan B in der Tasche haben.“

Die Cyclassics sind das größte Radrennen in Europa.  Zum ersten Mal wurde es 1996 als HEW-Classics veranstaltet. Über 20.000 Radfahrer nehmen jährlich teil. Doch nun könnte das Traditionsrennen in Hamburg vor dem Aus stehen.

Mit fünf Hamburger Firmen sei es trotz weit gediehener Verhandlungen zu keinem Vertragsabschluss gekommen, berichtete Ironman-Vorstand Christian Toetzke dem „Abendblatt“. Und ergänzte: „Uns liegen zwei konkrete, unterschriftsreife Angebote von Unternehmen vor, die das Konzept in anderen Städten durchführen wollen.“ Beide Unternehmen wollten es aber nicht in Hamburg umsetzen, weil dort nicht ihr Firmensitz sei.

Nach den Hamburgischen Elektrizitätswerken (1996-2005) war bis 2015 Vattenfall der Cyclassics-Titelsponsor. Nach dem Rückzug der Schweden nach der 20. Auflage im vergangenen Jahr findet das Traditionsrennen in diesem August erstmals ohne Namensgeber statt. Der Etat von 3,2 Millionen Euro ist zwar gedeckt, dennoch wird weiter ein Sponsor gesucht, der etwa eine halbe Million Euro für den Einstieg zahlen müsste.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen