Schlager-Move und Harley-Days : Neuregelung für Großveranstaltungen in Hamburg geplant

Bunt geschmückt und mit einer großen Sonnenbrille feiert dieser Schlager-Fan.
Bislang mussten Polizei, Wirtschaftsbehörde und Bezirk zustimmen, damit Schlagerfans auf dem Schlager-Move feiern konnten.

Die Anmeldung soll vereinfacht werden. Künftig soll nur noch das Bezirksamt die Erlaubnis erteilen.

shz.de von
12. April 2017, 12:31 Uhr

Hamburg | Für Großveranstaltungen wie Schlager-Move oder Harley-Days in Hamburg zeichnet sich voraussichtlich vom nächsten Jahr an eine Änderung ab. Vorbehaltlich einer Gesetzesänderung müssen sich die Veranstalter dann nur noch an das jeweilige Bezirksamt wenden, um eine Genehmigung für ihr Vorhaben zu erhalten. „Wir wollen das Verfahren verschlanken, das ist derzeit für Veranstalter zu unübersichtlich“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dirk Kienscherf, am Mittwoch. Der Senat arbeite an einer Gesetzesänderung, bestätigte Kienscherf.

In das bisherige Genehmigungsprozedere sind nach Angaben des SPD-Politikers beispielsweise Polizei, Wirtschaftsbehörde und Bezirk involviert. Neben der Konzentration auf den von der Veranstaltung betroffenen Bezirk soll künftig auch eine terminliche und örtliche Entzerrung von Großveranstaltungen angestrebt werden. „Es gibt auch noch sechs andere schöne Bezirke, in denen Großveranstaltungen stattdessen stattfinden könnten“, zitierte das „Abendblatt“ den Leiter des Bezirksamts Mitte, Falko Droßmann (SPD).

Er machte deutlich, mehr Personal zu benötigen, um Auflagen für die Veranstalter überprüfen zu können. In der Innenstadt klagen offensichtlich Anwohner über die Häufigkeit von Massenfesten, damit verbundenen Lärm und Dreck. Die Gesetzesänderung könnte nach einem Parlamentsbeschluss bis Jahresende vollzogen sein.

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