Einigung mit Zenit St. Petersburg : Neuer Vorstandschef: Beiersdorfer kommt zum HSV

Dietmar Beiersdorfer hat seinen ersten offiziellen Arbeitstag als Vorstandschef beim HSV im Juli. Die Hanseaten müssen für den 50-Jährigen eine Ablöse bezahlen.

shz.de von
11. Juni 2014, 11:55 Uhr

Hamburg | Die Rückkehr von Dietmar Beiersdorfer zum Hamburger SV steht fest. Auf der offiziellen Internetseite des Hamburger Sportvereins vermelden die Verantwortlichen den Erfolg. Demnach hat sich der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler mit dem russischen Vizemeister Zenit St. Petersburg auf eine faire Vertragsaufhebung verständigt. Offiziell wird er seine Arbeit nach Eintragung der neuen HSV Fußball AG Anfang Juli 2014 aufnehmen.

„Für mich ist heute ein ganz besonderer und emotionaler Tag. Nach den spannenden letzten Wochen bin ich sehr stolz und glücklich nunmehr konkret die Neuaufstellung des HSV mitgestalten zu können“, sagte Dietmar Beiersdorfer auf hsv.de. „Alle Gespräche im Vorfeld waren sehr professionell und ich freue mich über das große Vertrauen, das mir von dem neuen Aufsichtsrat entgegengebracht wird. Wir werden mit Teamgeist, Leidenschaft, Kompetenz, Professionalität und Demut unseren HSV entwickeln, auf den alle HSVer und Hamburger wieder stolz sein können.“

Über die Ablöse, die die Russen für ihren Sportchef verlangen, wurde bisher noch nichts bekannt. Bezahlen soll sie Mäzen Klaus-Michael Kühne, den Beiersdorfer in seinem Domizil auf Mallorca kürzlich besuchte. Nicht überliefert ist, ob Beiersdorfer den Milliardär davon überzeugt hat, mehr als die angekündigten 20 Millionen Euro als Startkapital in die neue Fußball-AG zu schießen. Denn anders als bei seinem ersten Engagement 2002 muss Beiersdorfer an der Elbe mit einem ganz kleinen Budget wirtschaften. Der Etat muss von etwa 43 auf 38 Millionen Euro schrumpfen, Topverdiener wie Rafael van der Vaart (3,5 Millionen Euro Gehalt) wollen aber bleiben.

Mit Spannung wird die Entscheidung des neuen mächtigen Mannes beim HSV in der Frage des Sportdirektors erwartet. Darf Oliver Kreuzer bleiben? Der ehemalige Bayern-Verteidiger feilt seit Wochen am Kader, nun beendete auch Trainer Mirko Slomka seinen Urlaub, um mit Kreuzer die neue Mannschaft zusammenzustellen. Sollte Kreuzer gehen müssen, würde erneut eine Abfindung fällig. Schon Ex-Trainer Bert van Marwijk soll 1,5 Millionen Euro für die Auflösung seines Vertrages bekommen haben.

Bekannt ist, dass Beiersdorfer um Stürmer Pierre-Michel Lasogga kämpfen will. Er traf sich ebenso wie Kreuzer mit Mutter und Beraterin Kerstin Lasogga. Bis zum Wochenende soll sich der Berliner Leihspieler entscheiden. Gedanken macht sich der Verein auch über die Torhüterposition, nachdem die Bandscheibenprobleme von Stammkeeper René Adler nicht besser werden. Zwar steht in Jaroslav Drobny ein erstklassiger Ersatz bereit, nach dem Karriere-Ende von Sven Neuhaus fehlt aber ein guter dritter Mann.

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