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Hamburg-Altona : Neuer Ikea-Markt bleibt nicht lange geöffnet

vom

Ein Ikea-Einrichtungshaus in einer Fußgängerzone – dieses Pilotprojekt stößt in Hamburg schon lange auf heftige Kritik. Nach einer Klage gegen die Baugenehmigung fällt das Hamburger Verwaltungsgericht eine Eilentscheidung.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 15:41 Uhr

Hamburg | Das Verwaltungsgericht hat die Öffnungszeiten des geplanten ersten innerstädtischen Ikea-Möbelhauses in Hamburg vorerst eingeschränkt. Laut einer Eilentscheidung bleibt die Baugenehmigung vorläufig bestehen, vorausgesetzt, das neue Kaufhaus schließt aus Rücksicht auf Anwohner bis zum endgültigen Richterspruch im Hauptsacheverfahren um 19.30 Uhr. Bis zu dieser Entscheidung könnten allerdings Jahre vergehen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Das Ikea-Möbelhaus im Stadtteil Altona soll schon am 30. Juni eröffnet werden. Zuerst hatte das „Hamburger Abendblatt“ über den Gerichtsbeschluss berichtet.

Geklagt hatte ein Unternehmen, dem in der Nachbarschaft ein Wohnkomplex am Lawaetzweg gehört. Es befürchtet nach Angaben der Stadtentwicklungsbehörde Beeinträchtigungen durch mögliche Rückstaus von Autos der Ikea-Kunden. Nach Angaben von Ikea ist das Möbelhaus in Altona die weltweit erste Filiale in einer Fußgängerzone. Die Behörde sieht den Beschluss im Eil-Verfahren als Bestätigung.

Trotz einiger Bedenken etwa zu Lärm und Luftschadstoffen habe das Gericht keinen Baustopp verhängt, betonte eine Sprecherin. Ikea und die Behörde prüfen noch, ob sie gegen die Auflage, die Öffnungszeiten erst einmal einzuschränken, Beschwerde einlegen. Ikea hatte nach eigenen Angaben eigentlich Öffnungszeiten bis 20 Uhr vorgesehen. „Zudem arbeiten wir unabhängig von gerichtlichen Auflagen auch an einer zusätzlichen Linksabbiegerspur für die Anwohner im Lawaetzweg, um die Situation für sie noch einmal deutlich zu verbessern“, betonte das schwedische Einrichtungshaus.

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