zur Navigation springen

Hamburger Hafencity : Neuer Gedenkort für mehr als 8000 deportierte Juden, Roma und Sinti

vom

Die Menschen wurden vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof aus deportiert. Nur wenige überlebten den Holocaust.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 13:26 Uhr

Hamburg | Mehr als 8000 Hamburger Juden, Roma und Sinti wurden zwischen 1940 und 1945 von Hamburg aus in Ghettos und Vernichtungslager deportiert. Sie mussten in 20 Züge steigen, die vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof abfuhren. Nur wenige der Deportierten überlebten den Holocaust.

An der Stelle des inzwischen abgerissenen Bahnhofs am heutigen Lohseplatz in der Hafencity ist am Mittwoch ein Gedenkort eingeweiht worden. „Der Hannoversche Bahnhof ist für Hamburg ein Ort der Schande und der Trauer, und ab heute auch ein würdiger Gedenkort“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) in einer Rede vor mehr als 600 Zuhörern. An der Stelle des nach dem Krieg abgerissenen Bahnhofs am heutigen Lohseplatz in der HafenCity sind nun die Namen von mehr als 7700 bekannten Deportierten auf Informationstafeln verzeichnet.

Das „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“, so der offizielle Name, besteht aus drei Elementen: einem Relikt des Bahnsteigs 2, einer sogenannten Fuge durch den Lohsepark, die die Strecke vom ehemaligen Bahnhofsvorplatz zu dem Bahnsteig markiert, sowie einem Dokumentationszentrum, das bis 2020 entstehen soll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen