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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Neue Spieler allein reichen nicht aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der HSV braucht den richtigen Trainer und deutlich mehr Ruhe.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Hamburg | Die HSV-Mannschaft wird in der kommenden Saison ein anderes Gesicht haben. Spieler wie Heiko Westermann und Rafael van der Vaart werden dann wohl nicht mehr in Hamburg sein. Doch mit der Verpflichtung neuer Akteure allein ist es nicht getan. Die Hanseaten müssen ein Problem in den Griff bekommen, dass beim Absturz in den vergangenen Jahren eine wesentliche Rolle gespielt hat. Zu viele Neuverpflichtungen haben beim HSV schlechter als bei ihren früheren Vereinen gespielt. Das hat auch Sportchef Peter Knäbel erkannt.

Petr Jiracek, Ivo Ilicevic, Nicolai Müller, Gojko Kacar, Markus Ostrzolek, Johan Djourou, Lewis Holtby - alle wurden für viel Geld geholt, weil sie bewiesen hatten, dass sie in der Bundesliga eine gute Rolle spielen können. Den Nachweis ihrer Klasse blieben sie in der Hansestadt jedoch größtenteils schuldig. Ein Grund dafür ist sicherlich die falsche Auswahl der Trainer. Seit Martin Jol hat eigentlich keiner mehr geschafft, ein funktionierendes Team aufzubauen. Dazu kommt das unruhige Umfeld. Nach drei schlechten Spielen gilt jemand  als Fehleinkauf, nach drei guten Partien plötzlich  als Heilsbringer. Das ist nicht nur ein Problem der Hamburger Medienlandschaft.

Auch der Verein agiert häufig unglücklich. Kickern wie Kacar und Rajkovic, zeitweise auch Jiracek, wurde deutlich zu verstehen gegeben, dass sie nicht mehr erwünscht sind. Damit hat der HSV nicht nur Spieler geschwächt, sondern auch Kapital vernichtet. Denn wer zahlt Ablöse für Kicker, die der derzeitige Arbeitgeber als völlig unfähig brandmarkt?

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