zur Navigation springen

Blohm & Voss in Hamburg : Neue Fregatte auf den Namen „Sachsen Anhalt“ getauft

vom

Die dritte von vier Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse ist von Gabriele Haseloff getauft worden.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 15:42 Uhr

Hamburg | Gabriele Haseloff, die Ehefrau des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, hat am Freitag in Hamburg eine Fregatte der Klasse 125 auf den Namen des Bundeslandes getauft. Damit sei ein weiterer wichtiger Meilenstein des Bauprogramms dieser Fregattenklasse erreicht, teilte ThyssenKrupp Marine Systems als federführende Bauwerft mit. In wenigen Tagen soll die Fregatte aufschwimmen und aus dem Dock geschleppt werden. Die „Sachsen-Anhalt“ soll im Frühjahr 2019 an die Bundeswehr übergeben werden.

Die Fregatte F125 ist ein völlig neuartiges Schiff. Anders als frühere Fregatten wurde die F125 nicht entwickelt, um Krieg gegen andere Schiffe, U-Boote und Flugzeuge zu führen. Im Fokus standen vielmehr neue Herausforderungen bei weltweiten Einsätzen zum Beispiel gegen Terroristen, Bürgerkriegsparteien oder Piraten.

Die vier Fregatten der Klasse 125 werden die acht Schiffe der Klasse 122 ersetzen und wurden speziell für die heutigen und zukünftigen Einsatzszenarien der Deutschen Marine entwickelt. Die „Sachsen-Anhalt“ ist das dritte Schiff der Serie. Die „Baden-Württemberg“ wurde 2013 getauft, die „Nordrhein-Westfalen“ 2015. Es fehlt noch die „Rheinland-Pfalz“. Die vier Schiffe kosten zusammen rund zwei Milliarden Euro.

Die Inbetriebnahme der „Baden-Württemberg“ ist so weit fortgeschritten, dass im Frühjahr dieses Jahres die See-Erprobungen beginnen können. Das ist die entscheidende Phase des Programms. „Ungeduld breitet sich aus, es möge doch endlich losgehen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende von ThyssenKrupp Marine Systems, Hans Christoph Atzpodien. Die Übergabe an die Bundeswehr ist für Mitte 2017 geplant. Die Schiffe werden teils in Bremen und Wolgast von der Lürssen-Werft und teils in Hamburg bei Blohm+Voss gebaut.

Die Schiffe sind 149 Meter lang und gut 18 Meter breit und können eine Spitzengeschwindigkeit von 26 Knoten erreichen. Sie haben eine Stammbesatzung von 120 Personen, können aber weitere 70 Spezialkräfte aufnehmen. Die Fregatten bleiben bis zu zwei Jahre in ihrem Einsatzgebiet, wobei die Besatzungen alle vier Monate ausgetauscht werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen