Entwicklungen in Innenstädten : Neue DWD-Messstation liefert Daten zu Klimawandel in Hamburg

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will die Veränderung des Klimas in dicht bewohnten Gebieten mit einem Netz aus Messstationen untersuchen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will die Veränderung des Klimas in dicht bewohnten Gebieten mit einem Netz aus Messstationen untersuchen.

Die Station steht auf dem Gelände der Rudolf-Roß-Grundschule und ist Teil eines bundesweiten Netzes.

shz.de von
31. August 2018, 11:09 Uhr

Hamburg | Eine Messstation in der Hamburger Neustadt soll Daten zu den Auswirkungen des Klimawandels in Städten liefern. Die Station wurde am Freitag auf dem Gelände der Rudolf-Roß-Grundschule in Betrieb genommen und ist Teil eines bundesweiten Netzes, mit dem der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Veränderung des Klimas in dicht bewohnten Gebieten untersuchen will.

„In Hamburg sind die innerstädtischen, verdichteten Stadtteile von den Auswirkungen an Hitzetagen und von Starkregenereignissen besonders betroffen“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Die Daten seien wichtig, „um für die Zukunft die richtigen Vorkehrungen treffen zu können – von der Begrünung bis hin zu Versickerungsmöglichkeiten von Regenwasser“.

Für Hamburg ist es die erste Station dieser Art. In Hannover misst der DWD den Angaben zufolge bereits seit 2017. Dort hätten die Messungen gezeigt, dass es im Innenstadtbereich bis zu 50 Prozent mehr heiße Tage gebe als im Umland. Der Temperaturunterschied in großen Städten wie Hamburg könne bis zu zehn Grad betragen.

„Die Daten der neuen Klimastation in der Hamburger Innenstadt sind entscheidend für die Bewertung des aktuellen Stadtklimas, aber auch als Basis für die Simulationen der Klimaveränderung in Hamburg in den kommenden Jahrzehnten“, sagte DWD-Vorstand Paul Becker.

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