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Immobilienmarktatlas 2014 : Neubauten in Hamburg werden günstiger

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Haus- und Wohnungspreise stiegen weniger stark als in den Vorjahren. LBS-Chef Peter Magel sagt: „Das Thema Immobilienblase ist für Hamburg erst einmal vom Tisch.“

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erstellt am 08.Apr.2014 | 15:45 Uhr

Hamburg | Die Immobilienpreise im Großraum Hamburg sind 2013 weniger stark gestiegen als noch in den Vorjahren. Nur Immobilien im mittleren Preissegment in citynahen Stadtteilen und verkehrsgünstig gelegenen Umland-Gemeinden verteuerten sich überdurchschnittlich. Zu diesem Ergebnis kommt die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, die in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Forschungsinstitut F+B ihren jährlichen Immobilienmarktatlas erstellte.

Die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung fasst die Entwicklungen auf dem Hamburger Immobilienmarkt zusammen. Demnach blieben die Preise für bestehende Häuser in Hamburg relativ konstant (plus 0,3 Prozent), Neubauten wurden im Vergleich zum Vorjahr sogar um 2,9 Prozent günstiger. Deutlich sinkende Preise sieht Peter Magel, Vorstandsvorsitzender der LBS, vor allem in einigen Top-Lagen Hamburgs bei bestehenden Immobilien, also gebrauchten Häusern und Eigentumswohnungen: „Ob damit das Ende der Preisspirale in der Breite erreicht ist, wird die nahe Zukunft zeigen. Das Thema Immobilienblase ist für Hamburg erst einmal vom Tisch, auch wenn es immer wieder lokale Übertreibungen geben wird.“

Im Gegensatz zu Häusern stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in Hamburg weiter an. Bestandswohnungen kosten 2014 rund 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor, Neubauten sogar 6,7 Prozent mehr.

Auch im Hamburger Umland zahlen Käufer deutlich höhere Preise als 2013. Am stärksten verteuerten sich neue Häuser, im Schnitt um 8,7 Prozent. Bestehende Häuser und Eigentumswohnungen wurden um 5,8 bzw. 5,9 Prozent teurer, die Preise für neue Eigentumswohnungen stiegen um durchschnittlich 3,9 Prozent.

„Auch wenn die Baufertigstellungen in Hamburg den Wohnraumbedarf weiter nicht decken, gehen wir davon aus, dass sich die Immobilienpreise auf dem aktuell hohen Niveau einpendeln werden.“ Die Nachfrage nach Wohnungseigentum werde insgesamt nicht nachlassen, auch wegen des weiterhin niedrigen Zinsniveaus“, betonte Magel.

Die Grundstückspreise für Wohnbauflächen beziffert der Hamburger Gutachterausschuss im Jahr 2013 auf durchschnittlich 515 Euro pro Quadratmeter - ein Plus von 15,5 Prozent im Vergleich zu 2012. Die Grundstückspreise liegen in einer Spanne von 144 Euro pro Quadratmeter in Wilhelmsburg bis 2.793 Euro pro Quadratmeter in Harvestehude. Im Hamburger Umland werden Wohnbaugrundstücke für 60 bis 280 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Teuerstes Pflaster bleibt Wedel, gefolgt von Schenefeld, Halstenbek, Rellingen und Norderstedt (230 bis 260 Euro pro Quadratmeter) im Westen und Norden der Hamburger Stadtgrenze.

Für die Studie wurden im zweiten Halbjahr 2013 insgesamt 12.700 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in Hamburg und im Umland erfasst. Für den Immobilienmarktatlas für Schleswig-Holstein werden rund 17.000 Angebote ausgewertet – er erscheint am 7. Oktober zum zweiten Mal.

Preise je Gebiet im Überblick:
Ein- und Zweifamilienhäuser in Hamburg.pdf
Ein- und Zweifamilienhäuser im Hamburger Umland.pdf
Eigentumswohnungen in Hamburg.pdf
Eigentumswohnungen im Hamburger Umland.pdf
Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser in Hamburg.pdf
Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser im Hamburger Umland.pdf
Neubau Eigentumswohnungen in Hamburg.pdf
Neubau Eigentumswohnungen im Hamburger Umland.pdf
Grundstückspreise in Hamburg.pdf
Grundstückspreise im Hamburger Umland.pdf

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