„Ride of Silence“ : Nach tödlichem Unfall in Hamburg – Fahrradfahrer organisieren stille Gedenkfahrt

Das stark beschädigtes Fahrrad liegt unter dem Lastwagen. Eine Fahrradfahrerin ist am 07.05. nach einem Zusammenstoß mit einem Lkw in Hamburg-Eimsbüttel ums Leben gekommen.

Das stark beschädigtes Fahrrad liegt unter dem Lastwagen. Eine Fahrradfahrerin ist am 07.05. nach einem Zusammenstoß mit einem Lkw in Hamburg-Eimsbüttel ums Leben gekommen.

Eine 33-jährige Mutter wurde von einem Lkw überrollt. Der ADFC fordert, das Verkehrssystem sicherer zu gestalten.

shz.de von
15. Mai 2018, 12:41 Uhr

Hamburg | In Erinnerung an die bei einem Verkehrsunfall in Hamburg-Eimsbüttel gestorbene Radfahrerin veranstalten Hamburger Fahrradfahrer am Mittwochabend eine stille Gedenkfahrt. Der „Ride of Silence“ starte um 19.00 Uhr am S-Bahnhof Sternschanze und führe auch zu dem Ort, an dem eine 33-jährige Mutter von zwei Kindern am Montag vor einer Woche von einem abbiegenden Lkw überrollt wurde, teilte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mit. Organisiert werde die Fahrt vom ADFC sowie der Gruppe „Hamburger Alltagsradler*innen“.

Erwartet werden laut ADFC bis zu 400 Teilnehmer. „Solche Unfälle sind vermeidbar“, sagte der Vorsitzende des ADFC Hamburg, Dirk Lau, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Warum müssen erst Menschen sterben, bis unser Verkehrssystem für alle Teilnehmer sicher gemacht wird?“ Vergangenes Jahr kam laut ADFC jeder zehnte von 383 bei Unfällen gestorbenen Radfahrer durch rechtsabbiegende Lastwagen ums Leben. Der Verband fordert daher, Fahrradfahrern im Straßenverkehr mehr Platz einzuräumen und Rechtsabbiegerkreuzungen umzugestalten, etwa mit vorgezogenen Haltelinien für Radfahrer.

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