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Hamburg : Nach Säureangriff in Jobcenter: Opfer sagt aus

vom

Angeklagt ist der Noch-Ehemann. Er soll der Frau ein Glas mit Salzsäure über Gesicht und Oberkörper geschüttet haben.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 11:52 Uhr

Hamburg | Im Prozess um einen Säure-Angriff auf eine Mitarbeiterin des Jobcenters im November 2016 hat das Opfer am Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht ausgesagt. Die Frau gab an, ihr Noch-Ehemann habe sie an ihrem Arbeitsplatz aufgesucht und ihr unvermittelt mit den Worten „damit du weißt, was Trennungsschmerzen sind“ ein Glas mit Salzsäure über Gesicht und Oberkörper geschüttet.

Instinktiv habe sie ihre Augen geschlossen gehalten und sei zu ihren Kollegen ins Nebenzimmer gekrochen. „Ich hatte Schmerzen. Es hat sehr gebrannt“, sagte die 46-Jährige. Sie erlitt schwere Verletzungen und musste zwei Tage in ein künstliches Koma versetzt werden, um ein Ersticken zu verhindern.

Schwere Spätfolgen konnten durch die schnelle Hilfe ihrer Arbeitskollegen verhindert werden: Sie hatten der Frau sofort die nasse Kleidung ausgezogen und ihren Körper mit Wasser abgespült.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten gefährliche sowie versuchte schwere Körperverletzung vor. Am Nachmittag sollte noch ein Sachverständiger als Zeuge gehört werden.

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