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E-Jugend-Spiel in Hamburg : Nach Prügelei bei Hallenturnier: Platzsperren für Vater und Trainer

vom

Beide Vereine bekommen Strafen. Die Teams planen ein gemeinsames Freundschaftsturnier. Der FC Bingöl wurde im Internet beschimpft.

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 14:45 Uhr

Hamburg | Eine Schlägerei zwischen Eltern und Kindern bei einem E-Jugend-Spiel in Hamburg-Wilhelmsburg hat für einen Vater und für den Trainer Konsequenzen. Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) hat ein entsprechendes Urteil gefällt, das er mit Verweis auf Datenschutzbestimmungen allerdings nicht veröffentlichte. Die beteiligten Vereine FC Bergedorf 85 und FC Bingöl aber publizierten Auszüge aus dem Urteil auf ihrer Homepage beziehungsweise auf der Facebookseite. Bingöl berichtet im Zusammenhang mit den Vorkommnissen ebenfalls von Beleidigungen gegen den Verein, der unter anderem als „Drecks Kanacken Verein“ beschimpft wurde.

Der HFV hat heute folgendes Urteil ausgesprochen: Beide Vereine wurden zur einer Geldstrafe verurteilt, außerdem wurde...

Posted by FC Bingöl on  Thursday, 21 January 2016

Demnach bekommt der Bergedorfer Trainer eine sechsmonatige Sperre, davon drei auf Bewährung. Der 43-jährige Spielervater (FC Bergedorf 85), der zwei Kinder bei der Auseinandersetzung geschlagen haben soll, erhalte ein einjähriges Platzverbot. Bei dem Vater soll es sich laut FC Bingöl um einen bekannten Ringer aus Hamburg handeln.

Das Spiel werde zudem 0:2 gegen beide Mannschaften gewertet, Bergedorf müsse eine Geldstrafe in Höhe von 750 Euro zahlen, der FC Bingöl von 250 Euro, hieß es weiter. Dem FC Bergedorf 85 zufolge setzten sich beide Vereine zusammen, „um ein Zeichen gegen Gewalt und für Verständigung zu setzen“. Geplant sei ein gemeinsam organisiertes Freundschaftsturnier.

Die acht bis zehn Jahre alten Spieler waren bei der Prügelei am vergangenen Sonntag Polizeiangaben zufolge wegen einer Schiedsrichterentscheidung aufeinander losgegangen. Der Unparteiische hatte ein unsportliches Verhalten sanktioniert. Daraufhin seien Eltern und Zuschauer auf das Spielfeld gelaufen und hätten in die Auseinandersetzung eingegriffen. Auch der Trainer habe sich an der Schlägerei beteiligt.

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