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Stau auf der A7 bei Hamburg : Nach Lkw-Brand im Elbtunnel: Röhre 1 mindestens bis Donnerstag gesperrt

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Kurz vor Beginn des Berufsverkehrs geht ein Sattelschlepper im Hamburger Elbtunnel in Flammen auf. Der Fahrer kann sich rechtzeitig retten. Doch die Autos stauen sich insgesamt auf rund 50 Kilometern.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 13:51 Uhr

Hamburg | Nach dem Brand eines Lastwagens im Hamburger Elbtunnel wird die beschädigte Röhre mindestens bis Donnerstag gesperrt bleiben. Nach der Schadensaufnahme und der Beseitigung der Asphaltschäden in der kommenden Nacht werde die Röhre 1 voraussichtlich im Laufe des Donnerstages für den Verkehr Richtung Norden freigegeben, teilte die Verkehrsbehörde am Mittwoch mit.

Allerdings sei mit weiteren nächtlichen Sperrungen zu rechnen. Wie gewohnt zur Verfügung stehen die übrigen drei Röhren, davon eine in Nord- und zwei in Südrichtung. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehr als 100.000 Euro.

Dank der neuen Sicherheitstechnik im Hamburger Elbtunnel ist ein Lkw-Brand am Mittwochmorgen glimpflich verlaufen. Weder der 56 Jahre alte Fahrer des mit Sojaschrot beladenen Sattelzugs noch andere Autofahrer oder Feuerwehrleute wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Es kam allerdings zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Die Fahrzeuge nördlich und südlich der wichtigen Elbquerung stauten sich zeitweise auf fast 50 Kilometern.

Auch am Vormittag staute sich der Verkehr noch 14 Kilometer bis Fleestedt zurück, obwohl die Röhre 2 in Richtung Norden knapp zwei Stunden nach dem Brand wieder zur Verfügung stand. In Richtung Süden floss der Verkehr bereits anderthalb Stunden nach Brandausbruch wieder durch Röhre 3 und 4.

Der Lkw-Fahrer hatte kurz vor der A7-Ausfahrt bei Othmarschen Flammen im Führerhaus bemerkt und sein Fahrzeug 150 Meter vor dem Tunnelausgang gestoppt. Er habe sich unverletzt retten können, sagte eine Polizeisprecherin. Alle vier Tunnelröhren wurden sogleich gesperrt. Die meisten Autos konnten einfach an dem brennenden Lastzug vorbei ins Freie fahren. Einige hätten gewendet oder seien rückwärts aus der Röhre in Richtung Süden rausgekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Mehrere Lastwagenfahrer flüchteten zu Fuß zum nahen Tunnelausgang.

Brandursache sei ein geplatzter Reifen gewesen, der sich entzündete. Den Qualm blies die seit 2013 einsatzbereite neue Entlüftung nahezu vollständig nach draußen. „Unsere Kräfte konnten fast rauchfrei zum Brandort gelangen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Erstmals im Einsatz war eines der drei neuen Sonderlöschfahrzeuge, die ein Wasser-Schaum-Gemisch mehr als 20 Meter weit nach vorne spritzen können. „Es hat sich alles super bewährt“, sagte der Sprecher über die neue Rettungstechnik.

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