zur Navigation springen

Doppelhaus bei Hamburg : Nach Feuer zwei Kinder tot

vom

Zwei Kleinkinder sterben, die Mutter kommt lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus: Ein Feuer in einem Einfamilienhaus in Rosengarten bei Hamburg zerstörte eine Familie.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 08:08 Uhr

Rosengarten/Buchholz | Feuertragödie im Landkreis Harburg: Ein acht Jahre alter Junge und ein zweijähriges Mädchen sind beim Brand eines Doppelhauses in Rosengarten in der Nacht zum Donnerstag ums Leben gekommen. In der Doppelhaushälfte lebte ein Ehepaar mit vier Pflegekindern.

Die 49 Jahre alte Pflegemutter wurde von Feuerwehrleuten aus den Flammen gerettet und kam mit schwersten Brandverletzungen in ein Krankenhaus. Ein 9-jähriger Junge befand sich bei Eintreffen der Rettungskräfte bereits außerhalb des Gebäudes, Nachbarn hatten ihn von einem Vordach gerettet. Der Pflegevater hielt sich mit dem vierten Kind bei Verwandten auf. Die Nachbarin aus der zweiten Haushälfte brachte sich selbst in Sicherheit.

Mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Orten seien mit etwa 150 Einsatzkräften angerückt, sagte der Sprecher des Landkreises, Johannes Freudewald. Sie konnten aber nicht verhindern, dass eine Hälfte des Hauses vollständig ausbrannte und die andere Hälfte beschädigt wurde. Mehrere Notärzte und etwa 20 Rettungskräfte kümmerten sich um die Opfer. Feuerwehrleute arbeiteten sich nach dem Löscheinsatz auf der Suche nach dem zunächst noch vermissten Mädchen durch die Ruine. Brandermittler nahmen ihre Arbeit auf.

In der zu Rosengarten gehörenden Siedlung Eckel herrschte am Morgen stilles Entsetzen. Bei Tagesanbruch kamen Anwohner in die Straße am Dorfrand, blieben im Nieselregen stehen und schauten fassungslos auf die verkohlte Ruine, hinter der sich freie Natur mit Wiesen und Feldern öffnet.

Die Hitze des Feuers war so gewaltig, dass sich die Flammen über das Dach in die zweite Hälfte des verklinkerten Hauses durchfraßen und das Obergeschoss zerstörten. Als die Feuerwehr in der Nacht eintraf, stand das Haus bereits voll in Flammen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen