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Hamburg-Jenfeld : Nach Einbruch: Getöteter 25-Jähriger war bis Mai im Gefängnis

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Der Hausbesitzer in Hamburg-Jenfeld soll aus Notwehr geschossen haben. Seine Waffe besaß er aber nicht legal.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 13:18 Uhr

Hamburg | Der bei einem Überfall in Hamburg-Jenfeld getötete Einbrecher starb durch einen Schuss in den Brustbereich. Das habe die Obduktion ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Der 25-Jährige soll in der Nacht zum Mittwoch zusammen mit einem Komplizen einen Hausbesitzer überfallen haben. Die beiden Männer traten nach Angaben der Polizei die einen Spalt weit geöffnete, aber noch mit einem Riegel gesicherte Tür ein. Der 63 Jahre alte Hausbesitzer griff zur Pistole und schoss auf den 25-Jährigen. Die Einbrecher flohen, der Verletzte brach auf der Straße zusammen und starb. Sein Komplize wird von der Polizei gesucht.

Der Schuss habe den 25-Jährigen direkt von vorn getroffen, sagte die Sprecherin. „Es war definitiv vis-à-vis.“

Die Staatsanwaltschaft geht weiterhin von Notwehr aus, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Die Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts liefen aber weiter. „Wir versuchen, den Sachverhalt so umfassend wie möglich aufzuklären.“ Der 63-Jährige habe keine waffenrechtliche Erlaubnis gehabt, erklärte die Sprecherin. Ein Verstoß gegen das Waffengesetz werde aber gesondert verfolgt. Der Schütze war am Mittwoch nach einer Vernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung wieder freigelassen worden.

Beide Täter waren nach Informationen der „Bild“-Zeitung bei dem Überfall maskiert. Der Hausbesitzer soll ein Sportschütze sein. Diese Angaben konnte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Auch zur Frage, ob die beiden Einbrecher bewaffnet waren, wollte die Sprecherin unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nichts sagen.

Der getötete 25-Jährige soll laut Hamburger Abendblatt bereits polizeibekannt gewesen sein. Über drei Jahre lang sei er inhaftiert gewesen, erst in Mai wurde der Mann aus der Haft entlassen.

Es seien Hinweise von Zeugen eingegangen, die die Ermittler jetzt auswerten, hieß es. Staatsanwaltschaft und Mordkommission hatten am Mittwoch gebeten, Beobachtungen zum Tatgeschehen zu melden.

Insbesondere werden Zeugen gesucht, die die beiden Verdächtigen am Dienstagabend zwischen 22 und 22.30 Uhr im Bereich der Jenfelder Allee gesehen haben.

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