Vermisster Jurastudent aus Hamburg : Nach „Aktenzeichen XY“: Polizei erhält neue Hinweise zu Andreas Dünkler

Der Jurastudent Andreas Dünkler verschwand vor mehr als 20 Jahren spurlos in Hamburg. Nach neuen Zeugenaussagen geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus und rollt den Fall neu auf.
Der Jurastudent Andreas Dünkler verschwand vor mehr als 20 Jahren spurlos in Hamburg. Nach neuen Zeugenaussagen geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus und rollt den Fall neu auf.

Der 29-Jährige verschwand am 18. Februar 1997. Ein Zeuge berichtet von Blutflecken in der U1.

shz.de von
09. Oktober 2018, 14:05 Uhr

Hamburg | Nach einem Aufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ zum Fall des vermissten Hamburger Jurastudenten Andreas Dünkler hat die Polizei neue Hinweise bekommen. Bereits kurz nach der Sendung hätten sich erste Anrufer gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Die Hinweise müssten jetzt ausgewertet werden. Wie viele Anrufe eingingen, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Dünkler wird seit mehr als 21 Jahren vermisst. Der damals 29-Jährige hatte sich am 18. Februar 1997 mit Freunden getroffen, um ein Fußballspiel im Millerntor-Stadion anzuschauen. Da die Partie aber kurzfristig abgesagt wurde, gingen sie stattdessen ein Bier trinken. Gegen 22 Uhr trennte sich Dünkler von einem Freund am Bahnsteig der U1 am Hauptbahnhof.

Weiterlesen: Hamburger Polizei ermittelt im Fall Andreas Dünkler im Kreis Steinburg

Ein Zeuge habe einen Mann, der dem Vermissten sehr ähnlich gesehen haben soll, gegen 23 Uhr in der U1 beobachtet. Er sei von zwei Männern gestützt worden und habe schlapp, abwesend und verletzt gewirkt. Als die Unbekannten an der Station Kellinghusenstraße ausgestiegen seien, habe der gestützte Mann einen mutmaßlichen Blutfleck auf der Sitzbank hinterlassen.

Fast zwei Jahre später wurde der Ausweis des Vermissten in Brokdorf (Kreis Steinburg) am Elbstrand gefunden. Die Ermittlungsgruppe „Cold Cases“ der Hamburger Polizei geht mittlerweile davon aus, dass Andreas Dünkler getötet wurde.

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