Eröffnung sanierter Abteilungen : Nach acht Jahren Modernisierung: Asklepios-Klinik Wandsbek in neuem Glanz

Peter Tschentscher (2. v. l.) mit Thomas Wolfram, Lars Marquardt und Rene George (l-r) von den Asklepios Kliniken.
Peter Tschentscher (2. v. l.) mit Thomas Wolfram, Lars Marquardt und Rene George (l-r) von den Asklepios Kliniken.

Laut Asklepios befindet sich in Wandsbek nun die größte Geriatrie Norddeutschlands mit mehr als 200 Betten.

shz.de von
13. August 2018, 15:20 Uhr

Hamburg | In Krankenhäusern fühlt sich Peter Tschentscher sichtlich wohl. So auch am Montag, als Hamburgs SPD-Bürgermeister die Asklepios Klinik in Wandsbek nach achtjähriger Modernisierung wiedereröffnete. Tschentscher, gelernter Labormediziner, nutzte einen Rundgang durch das frisch sanierte Gebäude, um den Plausch mit Patienten zu suchen. Auf der Geburtsstation begnügte sich der Senatschef dann nicht mit reden, er legte selbst Hand an und legte der neugebornen Anna ohne Scheu die Socken an. 

„Wir haben hier jetzt ein top-modernes Krankenhaus in Wandsbek mit medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau“, lobte Tschentscher. Die Klinik war seit 2010 für 110 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut worden. Weitere Investitionen von 50 Millionen Euro sollen folgen. Von den Gesamtkosten übernimmt die Stadt 90 Millionen, Asklepios 70 Millionen Euro. „Das ist eine sehr gute Investition für die Versorgung im Hamburger Osten“, sagte der Bürgermeister. Das AK Wandsbek ist für die Versorgung von etwa 400.000 Einwohnern im Einzugsgebiet zuständig, hinzu kommen viele Patienten aus dem schleswig-holsteinischen Umland. 

Der Umbau glich einer Operation am offenen Herzen. Der Krankenhausbetrieb ging während der acht Jahre weiter. Baulärm und andere Einschränkungen hatten Patienten und Personal einiges abverlangt. Zuletzt war das große Haupt- und Bettenhaus aus den 1970er Jahren Stockwerk für Stockwerk saniert worden, inklusive neuer Fassade und neuem, lichtdurchflutetem Eingangsbereich.

Erneuert und vergrößert wurden die Zentrale Notaufnahme und die Intensivstation mit erweiterten Kapazitäten. Neu sind ferner die neun Operationssäle mit vierfacher Full-HD-Bildauflösung samt robotergestütztem Röntgenarm. Außerdem erhielt die Geburtshilfe drei neue Kreißsäle sowie Familienapartments. Das große Bettenhaus samt der Stationen wurde umfassend saniert und modernisiert, wobei die Patienten jetzt ausschließlich in Zwei- und Einbett-Zimmern mit eigenem Bad untergebracht sind. Als neue Fachabteilung ist Anfang des Jahres die Urologie hinzugekommen.

Im Zuge des Umbaus wurde das neue Interdisziplinäre Geriatrische Zentrum Wandsbek (IGZW) geschaffen, das größte seiner Art in Norddeutschland. „Der Anteil älterer und in den letzten Jahren auch hochbetagter Patienten nimmt kontinuierlich zu“, sagte Chefarzt Lars Marquardt.

Für Tschentscher deuten sich derweil schon weitere Klinikbesuche an. „Nach der Modernisierung der Klinik Wandsbek werden wir gemeinsam mit Asklepios nun den Neubau des AK Altona angehen.“

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