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Hamburg : Musical-Theater: Schiffsverkehr für Eröffnung unterbrochen

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Sogar die „Queen Mary 2“ musste wegen der pompösen Erföffnung im Hamburger Hafen warten. Im 65 Millionen Euro teuren Gebäude gibt es ab dem 23. November „Das Wunder von Bern“ zu sehen.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2014 | 20:09 Uhr

Hamburg | Vorhang auf für das vierte Musical-Theater der Stage Entertainment in Hamburg: Per Knopfdruck haben Stage-Gründer Joop van den Ende und Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Montagabend eine üppige Licht- und Lasershow zur Eröffnung des Neubaus am Elbufer gestartet. Nahtlos schloss sich Feuerwerk an. Der Schiffsverkehr war für eine Viertelstunde unterbrochen - selbst die „Queen Mary 2“ musste warten.

Es ist die erste Spielstätte in Hamburg, die der Unterhaltungskonzern eigens hat errichten lassen. Das 65 Millionen Euro teure Gebäude wird Heimat der Eigenproduktion „Das Wunder von Bern“, die dort in zwölf Tagen Welturaufführung feiert.

Theatralisch gekonnt setzte die Stage das ehrgeizige Vorhaben ins rechte Licht, als sich die Dunkelheit über die Elbe gesenkt hatte. Nach Betätigen des Buzzers an Bord des Museumsschiffs „Cap San Diego“ erstrahlte das Theater abwechselnd in blauen, grünen und roten Lichtkaskaden. Ein großes Feuerwerk erleuchtete dazu den Himmel über dem Hafen und war festliche Begleitung für die 1200 ausgewählten Erstgäste des Theater-Neubaus. Die Besucher durften im Anschluss die Vorpremiere des „Wunders von Bern“ betrachten. Die Gala-Premiere folgt am 23. November.

Drei Jahre hat Stage an der Spielstätte gebaut, die zugleich ein Bekenntnis zum Standort Hamburg sei, so Bürgermeister Olaf Scholz: „Das Theater wird Hamburgs Platz drei unter den Musical-Städten noch ausbauen.“ Weltweit zählen nur New York und London mehr Besucher.

Der Neubau ist in mehrfacher Hinsicht ein optischer Appetithappen, gelegen am südlichen Ufer der Norderelbe direkt neben dem Theaterzelt „König der Löwen“; beide Musical-Stätten sind mit einem überdachten Boulevard verbunden. Das tief hinunter gezogene Dach erinnert an einen Motorradhelm. Belegt ist es mit 7000 Schindeln aus Edelstahl, die dank der Reflektionen dafür sorgen, dass sich der Charakter des Gebäudes je nach Tageslicht verändert.

Nicht nur ein Hingucker, auch ein „Rausgucker“ ist das zweite Hafentheater der Stage. Denn aus den riesigen Frontscheiben blickt der Besucher auf das komplette Panorama des Elbufers und großer Teile der Innenstadt – inklusive Michelturm und Elphilharmonie. 

Auch im Inneren lockt schon vor der Aufführung allerlei Sehenswertes. Das Foyer hat die Ehefrau des Stage-Chefs, Janine van den Ende, mit Werken namhafter Künstler dekoriert; darunter großformatige Aufnahmen mit Hamburg-Bezug vom niederländischen Fotografen Erwin Olaf. Vor dem Theater schließlich zieht eine Elefanten-Skulptur von Salvador Dali die Blicke auf sich.

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