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Bilanz in Hamburg : Museum für Kunst und Gewerbe macht neugierig

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Mehrere Jahre lang war das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg eine Baustelle – und ein Großteil der Sammlungen nicht zu sehen. Seit der Neueröffnung steigen nun die Besucherzahlen. In diesem Jahr soll Coco Chanel die Menschen anziehen.

Hamburg | Nach dem Abschluss der sechsjährigen Sanierungsphase freut sich das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe über einen Anstieg der Besucherzahlen. Mehr als 251.000 Besucher kamen 2013, um sich die neu eingerichteten Sammlungspräsentationen und die Sonderausstellungen anzusehen, das bedeutet eine Steigerung um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem 154.000 Besucher gezählt wurden. „Ich freue mich sehr, dass unser Publikum mit großer Neugier die Neupräsentation unserer Sammlungen aufnimmt und auch sehr interessiert an den aktuellen Themen ist, die wir aufgreifen“, sagte Direktorin Sabine Schulze am Donnerstag in Hamburg.

In diesem Jahr lockt das Museum mit einer Sonderausstellung zum „Mythos Chanel“. „Die Schau geht der Frage nach, warum Coco Chanel als Person und die durch sie begründete Marke bis heute so große Aufmerksamkeit erfahren“, sagte Kuratorin Angelika Riley. Die Biografie der Modeschöpferin und das Image, das sie von sich kreiert hat, sollen dabei ebenso beleuchtet werden, „wie die geniale Weise, mit der Karl Lagerfeld seit 1983 dieses Erbe mit den Strömungen des jeweiligen Zeitgeschmacks verbindet“. Zu sehen sind von Ende Februar an mehr als 150 Exponate aus bedeutenden Sammlungen, darunter Kostüme, Accessoires, Schmuck, Fotografien und Modemagazine.

Eine weitere Sonderausstellung widmet sich ab Ende Juni dem Thema Propaganda im Ersten Weltkrieg. „Welche Bedingungen und welche Strategien sind es, die die Menschen dazu brachten, sich in den Dienst einer so verhängnisvollen Sache zu stellen?“, sagte Kurator Dennis Conrad.

Mit der Ausstellung „Fette Beute. Reichtum zeigen“ geht das Museum im Oktober der Frage nach, wie Reichtum in der Gesellschaft dargestellt wird. „Während die Schere zwischen Arm und Reich in vielen Ländern immer größer wird, wird Reichtum scheinbar immer exzessiver vorgezeigt“, sagte Kuratorin Esther Ruelfs. Zum 300. Geburtstag des Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach am 8. März (1714-1788) zeigt das Museum außerdem rund 25 historische Instrumente aus seiner Zeit.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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