Nach Messerattacke im November : Mordversuch an Frau in Jenfeld – Prozess gegen Ehemann und Freundin beginnt

In ihrem eigenen Wohnhaus wurde eine 34-Jährige am Mittwoch von einer unbekannten Frau niedergestochen.

In ihrem eigenen Wohnhaus wurde die 34-Jährige Ende November von einer zunächst unbekannten Frau niedergestochen.

Er wollte die Lebensversicherung seiner Ehefrau kassieren und soll deshalb eine Freundin angeheuert haben, sie zu töten.

shz.de von
28. Mai 2018, 07:02 Uhr

Hamburg | Am Landgericht Hamburg beginnt am Montag (13 Uhr) ein Prozess um einen Mordversuch an einer Frau im Stadtteil Jenfeld. Angeklagt ist der Ehemann und eine Freundin von ihm, beide 39 Jahre alt.

Dem Mann wird vorgeworfen, er habe seine Ehefrau umbringen lassen wollen, um die Lebensversicherung in Höhe von 250.000 Euro zu kassieren. Der Angeklagte sei seit Anfang 2017 in finanziellen Schwierigkeiten gewesen, die Ehe kriselte, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach zwei vergeblichen Versuchen, einen Killer anzuheuern, soll sich die Freundin zu der Tat bereiterklärt haben.

Laut Anklage versteckte sie sich am 29. November vergangenen Jahres im Haus des Paares. Nachdem der Mann am Morgen zur Arbeit gegangen war, sei sie maskiert ins Schlafzimmer eingedrungen und habe versucht, die damals 34 Jahre alte Frau mit Messerstichen in Bauch und Rücken zu töten. Die aus Mazedonien stammende Deutsche konnte jedoch auf den Balkon flüchten und um Hilfe rufen, während die Täterin flüchtete. Eine Woche später nahm die Polizei den Mann und die Freundin fest. Die beiden Deutschen sind nun wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert