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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Mitläufer anstatt Zuckerhut-Zauberer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2017 | 10:00 Uhr

Hamburg | Zwei der teuersten Neuzugänge spielten bisher keine tragende Rolle. Walace und Douglas Santos haben zusammen fast 18 Millionen Euro gekostet. Angesichts der begrenzten finanziellen Mittel des HSV müssten so teure Spieler Leistungsträger sein. Die beiden brasilianischen Olympiasieger sind meistens jedoch nur Ergänzungsspieler oder Mitläufer. Obwohl die Hamburger auf deren Positionen wahrlich nicht überragend besetzt sind. Linksverteidiger Douglas Santos hat gegenüber Matthias Ostrzolek das Nachsehen, Walace ist im defensiven Mittelfeld auch eher Notnagel als Stammspieler. Ob Walace und Douglas Santos auf dem Platz stehen oder nicht ist für das HSV- Spieler völlig egal. Sie fallen meistens  nicht auf - weder positiv noch negativ.

Das Schattendasein der Brasilianer ist ein Beispiel für die allzu häufig verkorkste Personalpolitik des Dinos in den vergangenen Jahren. Sicherlich brauchen die Samba-Kicker Zeit, um sich im deutschen Fußball zurechtzufinden. Als Abstiegskandidat müssen aber gerade die teuersten Spieler Soforthilfen sein. Ohnehin ist nicht nachzuvollziehen, warum der HSV sich immer wieder in Brasilien bedient. Vor kurzem Cleber, davor Thiago Neves und Alex Silva - der Dino hat an der Copcabana schon reichlich Geld verbrannt. Und aus den schlechten Erfahrungen mit diesen Flops anscheinend nichts gelernt.

Anstatt vermeintliche Zuckerhut-Zauberer aufzulesen, sollte der Verein sich in Zukunft lieber bei Bundesliga-Abstiegskandidaten oder in der der zweiten Liga umschauen. Dort gibt es preisgünstigere und wahrscheinlich sogar bessere Spieler. Zudem müssen die sich nicht erst an das Leben in Deutschland und den Fußball in der Bundesliga gewöhnen. Auch wenn Neuzugänge aus Aue oder Heidenheim sicherlich weniger glamourös sind als brasilianische Olympiasieger

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