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Verkauf an Maersk : Mitarbeiter von Hamburg Süd demonstrieren für ihre Arbeitsplätze

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Die Sorge um den Joberhalt ist groß. Käufer Maersk hatte keine Arbeitsplatzgarantie gegeben.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2016 | 15:18 Uhr

Hamburg | Nach der Ankündigung der Übernahme der Containerreederei Hamburg Süd durch den dänischen Konkurrenten Maersk haben mehrere hundert Mitarbeiter am Freitag vor dem Firmensitz in der Hansestadt demonstriert. „Wir alle fürchten um unsere Jobs“, sagte die Hamburg-Süd-Betriebsratsvorsitzende Sabine Fischbach.

Seit 80 Jahren gehörte die Schifffahrtssparte zur Oetker-Gruppe. Grund für den Verkauf ist ein steigender Kapitalbedarf, weil das Unternehmen einen Konsolidierungsprozess durchläuft. Für die Angestellten könnte die Abstoßung unangenehme Folgen haben.

Die Demonstranten fordern eine Arbeitsplatzgarantie. „Wir sind nicht gegen Maersk“, sagte Fischbach. Aber die Mitarbeiter wünschten, dass sich Politiker bei der neuen Konzernleitung für sie einsetzten. „Uns geht es nicht nur um Hamburg Süd, sondern auch um den Wirtschaftsstandort Hamburg“, sagte Matthias Günther von der Hamburg Süd Tochtergesellschaft Columbus Shipmanagement. „Die deutsche Flagge auf den Weltmeeren ist in Gefahr.“

Marktführer Maersk hatte vor kurzem 4000 Arbeitsplätze abgebaut. Dem „Handelsblatt“ sagte Maersk-Chef Søren Skou, dass er keine Garantie für die Arbeitsplätze abgeben könne. Die Zentrale solle aber weiterhin in Hamburg bleiben.

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