Kinderspiel des Jahres 2019 : Mit Video: Kina-Reporter testen die drei nominierten Spiele

dpa_5f9db000210a0a04.JPG

„Tal der Wikinger“ ist das „Kinderspiel des Jahres 2019“. Unsere Kinderreporter haben die nominierten Spiele bereits getestet.

Avatar_shz von
24. Juni 2019, 15:37 Uhr

Hamburg | „Tal der Wikinger“ ist das „Kinderspiel des Jahres 2019“. Das gaben die Veranstalter am Montag in Hamburg bekannt. „Loskegeln kann jeder. Da fliegen die Fässer, da ist die Freude groß“, urteilte die Jury. Wie das Autorenpaar Wilfried und Marie Fort im „Tal der Wikinger“ zugleich Geschick und taktisches Denken herausfordere, sei in der Mischung „so einzig – wie neuartig“, hieß es.

 

Aus rund 125 Gesellschaftsspielen für Kinder zwischen drei und acht Jahren hatte eine unabhängige Jury aus Fachjournalisten drei Spiele für den begehrten Preis nominiert: Neben „Tal der Wikinger“ von Marie und Wilfried Fort (Verlag: Haba) kamen noch „Fabulantica“ von Marco Teubner (Verlag: Pegasus Spiele) und „Go Gecko Go!“ von Jürgen Adams (Verlag: Zoch) in die Endrunde. Der Verein „Spiel des Jahres“ verlieh die Auszeichnung zum 19. Mal.

Unsere Kinderreporterinnen Katharina, Celina, Jonna und Leni haben die drei nominierten Spiele getestet und rezensiert:

„Fabulantica“ nimmt dich mit auf die Reise in eine Fantasiewelt mit Drachen, Zauberern, Kobolden und Zauberei.

4250231718311_fabulantica_cover_rgb
Pegasus Verlag
 

Eine Rezension Celina und Katharina

Willkommen an dem Ort Fabulantica an dem Drachen, Hexen, Prinzessinnen und Kobolde nichts Außergewöhnliches sind. In dem Brettspiel geht es darum, sich drei Goldmünzen zu beschaffen. Was einem nur gelingt, wenn man die richtigen Charaktere findet. Durch den fliegenden Teppich, das Kamel, das Schiff oder durch den Esel kann man sich fortbewegen und die einzelnen Charaktere wie zum Beispiel den Flaschengeist oder die Hexe suchen. Doch wieso müssen die eigentlich gesucht werden?

Der Zauberer von Fabulantica hat durch einen misslungenen Zauberspruch alle Bewohner an einen falschen Ort gezaubert. Die Dorfbewohner verstecken sich nun unter Türmen und warten darauf, gefunden zu werden. Hat man die zwei richtigen Personen von der Auftragskarte gefunden, erhält man eine Goldmünze. Wer zuerst drei Goldmünzen hat, gewinnt.

Das Spiel kann von zwei bis fünf Personen gespielt werden. Uns hat es auch zu zweit sehr großen Spaß gemacht. Wir finden das Spiel ist mal etwas ganz anderes, da die Geschichte und die Fantasie-Figuren sehr außergewöhnlich sind.

Wir können es nur weiter empfehlen und denken, es hat gute Chancen auf einen Titel.

Marco Teubner, „Fabulantica“. Für 2 bis 5 Spieler ab 6 Jahren. 25 Euro. Verlag: Pegasus.

Hat man die Regeln von „Go Gecko Go!“ einmal verstanden, reizt vor allem das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen auf dem Weg zum Ziel.

gogeckogo box
Zoch Verlag
 

Eine Rezension von Katharina Hansen

Der große Baumstamm, das ist das Ziel. Sie alle müssen den Fluss überqueren, um zu ihm zu gelangen: das große Krokodil, die Schildkröte, der Frosch und der kleine Gecko. Die größeren Tiere können die kleineren auf dem Rücken mitnehmen. Doch wenn sie nicht mit eingezogenem Kopf unter den Baumstämmen durchpassen, fallen sie herunter und müssen alleine weiter.

Auf die andere Seite des großen Flusses zu kommen, ist gar nicht so leicht wie man denkt. Denn die Spieler müssen vor allem die Flussregeln beachten. Durch Würfeln oder Schieben der Tiersteine kannst du dich fortbewegen. Wer als erstes am Baumstamm mit all seinen vier Tieren angelangt ist, wird Bademeister und gewinnt das Spiel.

Nachdem man die Regeln verstanden hat – was gar nicht so leicht ist – macht das Spiel auch Spaß. Der größte Reiz ist vor allem das Kopf-an-Kopf-Rennen auf dem Weg zum Ziel.

„Go Gecko Go!“. Für 2 bis 6 Spieler ab 6 Jahren. Etwa 24 Euro. Verlag: Zoch.

Fässerkegeln ist ein beliebter Zeitvertreib im „Tal der Wikinger“, und erfordert Geschick und Köpfchen.

Fässerkegeln ist ein beliebter Zeitvertreib im „Tal der Wikinger“. Aber es erfordert viel Geschick und Köpfchen.
Haba Verlag

Fässerkegeln ist ein beliebter Zeitvertreib im „Tal der Wikinger“. Aber es erfordert viel Geschick und Köpfchen.

 

Eine Rezension von Jonna und Leni Schulte

Wikinger fahren nicht nur gerne Boot, sie spielen auch gerne. Wenn sie nach ihren langen Fahrten nach Hause kommen, dann denkt sich immer einer von ihnen ein tolles Spiel aus. Zum Beispiel: Fässerkegeln. Das ist ein beliebter Zeitvertreib im „Tal der Wikinger“. So heißt das Brettspiel, bei dem man Fässer umwerfen muss wie bei den echten Wikingern.

Es geht nicht um Kraft, sondern vor allem um Geschick. Und es schadet auch nicht, wenn man mit Köpfchen spielt. Denn die Fässer werden mit einer großen Kugel in der Mitte des Spielfeldes umgeworfen, auf dem Weg dahin kann die Kugel ziemlich viel Fahrt in die falsche Richtung aufnehmen.

Jeder Spieler schickt seinen Wikinger ins Rennen, damit der möglichst viele Goldmünzen ins eigene Schiff bringt. Dabei laufen die Wikinger den Steg entlang, versuchen sich zu überholen oder an einem Platz mit viel Gold zu bleiben.

Es gewinnt aber nicht immer der Schnellste, sondern oft auch der mit der klügsten Taktik. Und wenn am Ende des Stegs ein Wikinger ins Wasser plumpst, gibt es für alle anderen Gold. Nur für den im Wasser nicht. Aber das ist auch nicht schlimm, denn ins Wasser fällt jeder mal. Garantiert.

Ein Spiel, das Spaß macht und nicht zu lange dauert. Schade nur, dass die schönen Papp-Schiffe beim Aufbau schnell kaputtgehen.

Tal der Wikinger“. Für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren. Etwa 20 Euro. Verlag: Haba.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen