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Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Sülldorf : Mit Video: Brandstiftung in Containern für Flüchtlinge

vom

14 zweigeschossige Wohncontainer in Hamburg-Sülldorf sind unbewohnbar. 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2015 | 09:18 Uhr

Eine Flüchtlingsunterkunft an der Straße Sieversstücken im Hamburger Stadtteil Sülldorf ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Feuer komplett zerstört worden. Laut Feuerwehr brannten 14 zweigeschossige Wohncontainer auf einer Länge von 24 Metern völlig aus. Verletzt wurde niemand, alle Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht, sagte Brandamtmann Jörg Klatt von der Hamburger Feuerwehr am Einsatzort. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Betroffen waren nach Angaben von Polizei und Feuerwehr nur 25 Flüchtlinge, da viele der doppelgeschossigen Container nach ersten Erkenntnissen nicht zur Unterbringung sondern als Verwaltungsräume dienten oder als Badezimmer ausgerüstet waren. Die Anlage war erst kürzlich um 40 mobile Container ergänzt worden.

Die Leitstelle löste einen einen Großalarm ausgelöst und weit über 100 Einsatzkräfte zum Einsatzort geschickt. Innerhalb von zwei Stunden war der Brand gelöscht.

Die Polizei nahm einen jungen Bewohner der Unterkunft aus Ägypten am späten Abend fest und ließ ihn später wieder frei. Ein noch am späten Abend gefasster junger Lagerbewohner aus Ägypten sei wieder freigelassen worden. Es habe kein dringender Tatverdacht vorgelegen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Polizei ermittele aber weiter in Richtung des Verdachts, dass ein Bewohner der Flüchtlingsunterkunft das Feuer legte.

In der Unterkunft gibt es nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ 364 Plätze. Die meisten wohnen in Holzhäsern, die Container wurden erst kürzlich zusätzlich aufgebaut. In der Unterbringung leben Flüchtlinge, die laut ihrer Aufenthaltsgenehmigung kein Recht auf eine eigene Wohnung haben, Obdachlose und Zuwanderer mit Bleibeperspektive.

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