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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Mit neuem Torwart Millionen einsparen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußballspiele werden in der Defensive gewonnen. Unser Autor Lars Zimmermann widmet sich diese Woche deshalb dem Torwart.

shz.de von
erstellt am 23.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Hamburg | Vor einigen Monaten hat sich jeder gefragt, ob sich der HSV einen Ersatztorwart leisten kann, der rund 1,5 Millionen Euro verdient. Nun haben die Hamburger einen Reservekeeper, der sogar etwa 2,7 Millionen Euro bekommt. Der als Nummer zwei eingeplante Jaroslav Drobny ist nämlich einer der wenigen Gewinner der Rothosen. Drobny dürfte mit seinen stabilen Leistungen René Adler auf die Bank verdrängt haben, auch wenn dieser wieder vollständig fit ist.

Damit hat der HSV ein Problem. Adler ist zwar nicht der Typ, der Stunk macht, wenn er nicht spielt. Aber draußen ist er totes Kapital. Eine angemessene Ablöse ist mit ihm nicht zu erzielen. Und selbst, wenn man ihn umsonst ziehen lässt: Ein Verein, der ihm auch nur annähernd das Hamburger Gehalt zahlt, wird sich kaum finden. Zumal die vergangene Saison Zweifel aufkommen lässt, ob der so von Verletzungen gebeutelte Ex-Nationaltorwart physisch und psychisch den Anforderungen im Profibereich überhaupt noch gewachsen ist. Der Torwart der Zukunft ist er bei den Hanseaten jedenfalls nicht mehr. Das ist aber auch der inzwischen 35-jährige Drobny nicht. Deshalb sollte sich der HSV nach dieser Saison auf der Torhüterposition neu aufstellen und irgendwie versuchen, die teuren Drobny und vor allem Adler loszuwerden – zur Not mit einer Abfindung. Ein Kandidat könnte der Schalker Fabian Giefer sein. Er ist jung, hat in Düsseldorf bereits Bundesligareife nachgewiesen und wird kaum Lust haben, in Gelsenkirchen auf lange Sicht nur die zweite Geige hinter Ralf Fährmann zu spielen. Und er dürfte nicht so teuer wie die beiden jetzigen Keeper sein.

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