Anstoss – Die HSV-Kolumne : Mit Kampfgeist und Fanhilfe zum Klassenerhalt

Lars Zimmermann
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Lars Zimmermann

Unser Autor Lars Zimmermann gibt seine Prognose für die Rückrunde ab.

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25. Januar 2015, 06:00 Uhr

Hamburg | Der HSV wird  in dieser Saison wieder gegen den Abstieg kämpfen. Vermutlich bis zum letzten Spieltag. Letztendlich dürfte es aber für die Rettung reichen. Freiburg, Bremen, Stuttgart, Paderborn und Berlin heißen die Teams, die die Hamburger hinter sich lassen können.

Voraussetzung für den Klassenerhalt ist allerdings, dass die Offensive besser funktioniert als in der Hinrunde. Treffen die Hanseaten wieder nur neun Mal in 17 Spielen, wird das nicht ausreichen. Mit weniger als 20 Toren steigt man mit ziemlicher Sicherheit ab. Die Hauptaufgabe von Trainer Josef Zinnbauer wird deshalb sein, das Angriffsspiel zu verbessern. Die Abwehr hat sich unter seiner Regie ja bereits stabilisiert. Die Rahmenbedingungen für ein Offensivfeuerwerk sind allerdings durch die Verletzung von Lewis Holtby und die Probleme von Pierre-Michel Lasogga eher noch schlechter geworden. Es fehlt vor allem ein Spielgestalter. Beim HSV würde in der Spitze vermutlich sogar Cristiano Ronaldo kaum Tore schießen.

Für den Klassenerhalt spricht dagegen die Unterstützung der Fans. Sie feuern das Team trotz teilweise gruseliger Darbietungen an und honorieren, dass zumindest die Einstellung der Spieler stimmt. Deshalb wird über fußballerische Defizite großzügig hinweggesehen – in der Hoffnung, dass in der kommenden Saison alles besser wird. Die Aussichten dafür sind aufgrund der guten Arbeit von Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer und seinem Führungsteam gar nicht mal schlecht. Und auch wenn ihn längst nicht jeder mag, ist eins klar: Die Zukunftsperspektiven sind mit den Millionen von Edelfan Klaus-Michael Kühne definitiv besser.

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