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Sietas-Werft : Mit der „Aeolus“ ans rettende Ufer

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Spezialschiff für Offshore-Windparks hat die Sietas-Werft verlassen. Ob ein weiterer Auftrag folgt, ist noch offen.

Das erste Bauschiff für Offshore-Windkraftwerke hat gestern die Hamburger Sietas-Werft verlassen. Nach der Passage des Este-Sperrwerks fährt die „Aeolus“ – benannt nach dem Gott der Winde in der griechischen Mythologie – zunächst nach Bremerhaven. Sie wurde für das niederländische Wasserbauunternehmen van Oord gebaut. Im Juli wird das Schiff beim Bau des Eneco Luchterduinen Windparks vor der niederländischen Küste seinen ersten Einsatz haben.

„Erstmals hat eine deutsche Werft ein solches Spezialschiff entwickelt und gebaut“, sagte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann. „Das ist der Beweis für die Leistungsfähigkeit und das international wettbewerbsfähige Knowhow der SietasWerft.“

Die „Aeolus“ ist 140 Meter lang und 38 Meter breit. Sie kann 5600 Tonnen transportieren und in Wassertiefen von bis zu 45 Metern sicher arbeiten. Auf vier 84 Meter hohen Stelzen, die jeweils 1000 Tonnen wiegen, kann das Schiff hoch über der Meeresoberfläche arbeiten. Die Sietas-Werft hat das Schiff ohne staatliche Finanzhilfen und Kredite gebaut; bezahlt hat van Oord.

Damit konnte die Werft ihre jahrelange Insolvenzphase durchstehen und einen Investor finden. Ob jedoch ein zweites Schiff dieser Art gebaut wird, ist bisher noch offen. Eine Woche vor der Auslieferung der „Aeolus“ hatte die russische Werft Pella Shipyard aus der Nähe von Sankt Petersburg die Sietas-Werft übernommen.

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erstellt am 17.Feb.2014 | 14:42 Uhr

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