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Prozess in Hamburg : Misshandeltes Baby in Finkenwerder: Aussage der Mutter erwartet

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Der Vater hat bereits ein Teilgeständnis abgelegt. Das Kind ist blind, taub und hat bleibende Hirnschäden davongetragen.

Hamburg | Im Prozess um ein schwer misshandeltes Baby aus Hamburg-Finkenwerder sollen am Montag (9 Uhr) die Aussagen der Mutter bei der Polizei präsentiert werden. Die 30-Jährige hatte sich am vergangenen Montag vor dem Landgericht geweigert, als Zeugin auszusagen. Sie erklärte, dass sie immer noch mit dem angeklagten Vater ihres Kindes verlobt sei und von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch mache. Die Mutter erlaubte der Strafkammer jedoch, ihre beiden Aussagen bei der Polizei zu verwenden. Eine liegt nach Angaben des Gerichts als Videoaufzeichnung vor.

Der 27 Jahre alte Angeklagte hatte beim Prozessauftakt zugegeben, seinen drei Monate alten Säugling in der Nacht zum 29. April mit Schlägen schwer misshandelt zu haben. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, seinen kleinen Sohn anschließend noch fast zu Tode geschüttelt zu haben, bestritt er jedoch. Sie wirft dem Mann die Misshandlung von Schutzbefohlenen, schwere Körperverletzung sowie die Verletzung der Fürsorgepflicht vor. Dem Angeklagten drohen bis zum 15 Jahren Haft.

Das Kind ist durch die Misshandlungen blind und taub. Außerdem hat es bleibende Hirnschäden davongetragen. Es befindet sich derzeit auf einer Palliativstation. „Der Säugling vegetiert vor sich hin. Das Meiste von seinem Hirn ist nicht mehr vorhanden“, sagte Rechtsanwältin Christiane Yüksel, die das Opfer durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte, vertritt.

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erstellt am 15.Nov.2015 | 18:40 Uhr

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