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Studie der HSH-Nordbank : Mieten in Hamburg im Mittelfeld – Eigentum teuer

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Bis 2018 wird die Kaltmiete nur auf durchschnittlich 10,50 Euro pro Quadratmeter steigen. Grund ist die rege Bautätigkeit in der Hansestadt.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 14:31 Uhr

Hamburg | Die Wohnungsmieten in Hamburg sind zwar in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen, liegen aber im Vergleich zu anderen Städten noch immer im Mittelfeld. Das ergab eine Studie der HSH Nordbank, die am Dienstag in Hamburg vorgelegt wurde.

Unter den deutschen Top-7-Städten sind nur Wohnungen in Düsseldorf mit rund 17 Prozent günstiger zu mieten, Spitzenreiter ist München mit über 30 Prozent.

Die hohen Mietpreissprünge der Vergangenheit seien in der Hansestadt zunächst einmal vorbei. Aktuell würden Wohnungen aus dem Bestand für 10,10 Euro je Quadratmeter vermietet. Bei einem jährlichen Anstieg von einem Prozent werde die Kaltmiete bis 2018 auf durchschnittlich 10,50 Euro je Quadratmeter steigen. Dazu trage auch die neue Mietpreisbremse bei, vor allem aber die rege Bautätigkeit mit 6000 neuen Wohnungen pro Jahr.

Teuer sei es jedoch, eine Wohnung zu kaufen, heißt es in der Studie weiter. Wegen der hohen Nachfrage würde in Hamburg die bundesweit höchsten Preise für Eigentumswohnungen aufgerufen. Die Spitzenpreise für gebrauchte Wohnungen in Spitzenlagen an der Alster lagen bei 6500 Euro je Quadratmeter und damit noch über dem Münchner Niveau. Neu gebaute Eigentumswohnungen sind noch teurer. Dank der niedrigen Zinsen seien Wohnungen für Hamburger dennoch erschwinglicher als vor fünf Jahren, schreibt die HSH Nordbank.

Die Analysten der Studie sehen für die kommenden Jahre eine stark wachsende Wohnungsnachfrage. So dürfte bis 2018 die Zahl der Einwohner um 1,9 Prozent steigen. Das entspricht einem Plus von etwa 25.000 Haushalten.

Das Einkommen der Hamburger ist laut Studie seit 2003 um 32 Prozent gestiegen und hat den mittleren Mietpreisanstieg von 35 Prozent damit fast kompensiert. Aktuell müssen Hamburger Haushalte knapp 18 Prozent ihres Einkommens für die Kaltmiete in einer Bestandswohnung aufbringen.

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