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Reisetrends 2017 : Messe Reisen in Hamburg eröffnet – „Deutschland ist kein Notnagel“

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Ob Individal- oder Pauschalreise, ob Radtrip oder Kreuzfahrt – der Vielfalt von Urlaubsreisen sind kaum Grenzen gesetzt.

Hamburg | Mit Rekordzahlen der Tourismusbranche im Rücken startet die Messe Reisen Hamburg in ihre 40. Auflage. „Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Das gehört zum Lebensstil dazu“, sagte Hanna Kleber, Präsidentin des Corps Touristique, der Vereinigung ausländischer Tourismusorganisationen in Deutschland, am Montag in Hamburg. Die am Mittwoch beginnende Messe ist nach ihrer Auffassung ein wichtiger Marktplatz, um einer Verunsicherung von Reisenden aufklärerisch entgegenzuwirken. „Wir sollten das Thema Terror nicht herunterspielen, aber auch nicht überdramatisieren“, sagte Kleber.

Für das vergangene Jahr wird damit gerechnet, dass die Zahl der Übernachtungen in Deutschland einen Bestwert von rund 448 Millionen erreicht hat. Das wäre ein Plus von drei Prozent. Es könne nur spekuliert werden, ob dieser Zuwachs mit der veränderten weltweiten Sicherheitslage zu tun hat, sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Reinhard Meyer. Er betonte: „Deutschland ist kein Notnagel.“ Schließlich habe das Land viele attraktive Ziele - und nicht nur die Küsten und Alpen. Außerdem gebe es eine „Renaissance der Kurzerholung“. Daher sollen die touristischen Angebote von der Hansestadt bis an Nord- und Ostsee besser verzahnt werden. 2017 erwartet der Verbandsvertreter ein stabiles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Rund 850 Aussteller wollen bis zum 12. Februar bei der Hamburger Messe den Trip in nahe und ferne Urlaubsregionen schmackhaft machen. Unter anderem wird für Rad- und Entdeckertouren, Kreuzfahrt- und Caravan-Reisen sowie Individual- und Pauschaltrips geworben. Wie im Vorjahr werden rund 76.000 Besucher erwartet.

Partnerland ist in diesem Jahr Spanien, das jenseits seiner Inselwelt mit Balearen und Kanaren die Reize des Festlands herausstellen will. Von den fast 77 Millionen Touristen in Spanien kamen im vergangenen Jahr rund elf Millionen aus Deutschland, ein Zuwachs von 6,4 Prozent, wie Turespaña (Madrid) mitteilte.

Für die Türkei erwartet Kleber weiter sinkende Reise-Marktanteile. Dagegen seien Griechenland und Zypern auf der Urlaubskarte zurück sagte Kleber. Bei Fernreisen sei die Nachfrage nach Asien, Südamerika und Südafrika gestiegen. Wie diese sich für die USA unter Präsident Donald Trump entwickeln werde, bleibe abzuwarten. „Die ethisch-moralische Frage ist: Will ich dahin?“, sagte Kleber.

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erstellt am 06.Feb.2017 | 15:32 Uhr

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